Weißenhorn

Weißenhorn – Die traditionsreiche Fuggerstadt

Die Stadt Weißenhorn (rund 13.650 Einwohner) in der Region Donau-Iller im Landkreis Neu-Ulm zwischen Ulm und Memmingen ist von einer sanften Hügellandschaft umgeben.

Neben der Kernstadt gehören eine Reihe von Dörfern zur Stadt. Roth, Biber und Leibi sind die Flüsse im Stadtgebiet. Weißenhorn liegt verkehrsgünstig mit der Anschlussstelle Vöhringen an der Autobahn A7 von Ulm nach Memmingen.

Die liebenswerte Kleinstadt Weißenhorn ist durch ihre malerische historische Altstadt mit zahlreichen sehenswerten Gebäuden weithin bekannt und ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Eine Reihe von Übernachtungsmöglichkeiten vom Hotel bis zur Ferienwohnung stehen für Gäste zur Verfügung. Die Gaststätten in Weißenhorn bieten ein breites Spektrum an gastronomischer Vielfalt.

Kurzer Blick ins Geschichtsbuch

Weißenhorn wurde 1160 erstmals urkundlich erwähnt. Bereits im 13. Jahrhundert erhielt Weißenhorn Markt- und Stadtrecht. Nach wechselnden Besitzern hatte ab 1507 die Familie der Fugger über mehrere Jahrhunderte die Herrschaft über die Stadt. Die Fugger unterstützten die lokalen Weber und machten Weißenhorn zur blühenden Handelsstadt. Weißenhorn ist neben Augsburg die einzige Stadt, die noch den Titel „Fuggerstadt“ führen darf.

Sehenswürdigkeiten

Die weitgehend gut erhaltene historische Altstadt von Weißenhorn mit mittelalterlichen Bürgerhäusern in Fachwerkbauweise, stattlichen Wirtshäusern und bedeutenden Bauten aus dem 19. Jahrhundert steht als gesamtes Ensemble unter Denkmalschutz und zeugt von der Tradition als Handels- und Handwerkerstadt.

Der Rundgang beginnt beim imposanten Oberen Tor von 1470, das ehemals Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung war und heute zum Heimatmuseum gehört. Am Tor werden Besucher der Stadt mit einem Fresko des Weißenhorner Malers Anton Bischof begrüßt, es stellt eine Szene aus den Bauernkriegen im Jahr 1525 dar.

Durch das Tor hindurch gelangt man auf den Kirchplatz, der von zahlreichen Sehenswürdigkeiten umrahmt ist. Das Alte Schloss stammt aus dem Jahr 1460 und wurde 1735 barockisiert.

Das Neue Schloss wurde 1513 von Jacob Fugger erbaut und dient heute als Rathaus.

Das mächtige Bräuhaus der Fugger stammt aus dem Jahr 1565 und wurde um 1700 mit einer barocken Fassade versehen. Die katholische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, 1865 bis 1868 im Maximilianstil errichtet, zählt zu den wichtigsten Zeugnissen der Sakralbaukunst im 19. Jahrhundert.

In der malerischen Hauptstraße Richtung Unteres Tor stehen viele Bürgerhäuser aus dem 16. Jahrhundert. Die um 1350 erbaute „Schranne“, das älteste Gebäude der Stadt und eines der ältesten noch erhaltenen Rathäuser in der Region, wurde später als Kaufhaus und Markthalle genutzt und fungiert heute als Veranstaltungsort.

Auch das Untere Tor von 1470/80 ziert ein Fresko mit historischem Motiv, welches die Übergabe des Stadtbuchs zeigt.

Nach dem Bahnanschluss von Weißenhorn im Jahr 1878 wurde die Bahnhofstraße am Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit prachtvollen gründerzeitlichen Villen bebaut. In der Nähe der Bahnhofstraße findet man an der Nordwestecke der ehemaligen Stadtmauer den im späten 15. Jahrhundert in zylindrischer Form errichteten Diebsturm, auch Prügelturm genannt.

Das 1908 gegründete, überregional bedeutende Weißenhorner Heimatmuseum im Oberen Stadttor und im angebauten Woll- und Waaghaus aus dem Jahr 1534 beherbergt eine der reichhaltigsten Sammlungen in Schwaben zum Thema Stadtgeschichte sowie Kunst- und Kulturgeschichte des Ulmer Winkels. Der Besuch der interessanten Dauerausstellung und der vielseitigen Wechselausstellungen lohnt sich. Kinder können das Museum auf einer spannenden Museumsrallye entdecken.

Empfehlenswert ist die Teilnahme an den Stadt- und Museumsführungen, die von der Stadt nach Voranmeldung angeboten werden.

Freizeit und Sport

Landwirtschaftswege und Spazierwege bieten Wanderern, Nordic Walkern und Radsportlern gute Möglichkeiten, die schöne Hügellandschaft rund um Weißenhorn kennenzulernen.

Ein abenteuerliches Erlebnis verspricht der Besuch des Waldseilgartens im Stadtteil Wallenhausen.

Unbeschwerten Badespaß erleben Besucher im Freibad mit großer Liegewiese. Es stehen ein großes Schwimmbecken, Nichtschwimmer- und Kinderbecken sowie eine lange Rutsche zur Verfügung. In der kalten Jahreszeit ist die Kleinschwimmhalle eine gute Option.

Veranstaltungen

Im abwechslungsreichen Weißenhorner Veranstaltungskalender findet man neben Märkten und Brauchtumsfesten ein anspruchsvolles Kulturprogramm.

Das Historische Stadttheater von 1876 im ehemaligen Zehntstadel ist mit 150 Plätzen eines der wenigen gut erhaltenen kleinstädtischen Bürgertheater aus dem 19. Jahrhundert. Es wird von verschiedenen klassischen Ensembles und von Laientheatergruppen für Aufführungen sowie für Vorträge, Kabarett und Festveranstaltungen genutzt.

Kulturell Interessierte besuchen gern die Weißenhorner Kulturnacht am Abend vor Christi Himmelfahrt mit buntem Programm. Zu den beliebten Märkten und Festen gehören das Altstadtfest am zweiten Samstag im Juli, das Kinderfest Ende September, der Gallusmarkt im Oktober und der stimmungsvolle Nikolausmarkt.

Als Fastnachtshochburg feiert Weißenhorn am „Gumpigen Donnerstag“ den traditionellen Straßenfasching und veranstaltet am Faschingsdienstag einen großen Umzug durch den Ort.

Der traditionelle Weißenhorner Leonhardiritt am letzten Sonntag im Oktober gehört zu den bedeutendsten in Bayerisch Schwaben.

Weißenhorn – Wichtige Adressen und Telefonnummern

Stadt Weißenhorn
Schlossplatz 1
D-89264 Weißenhorn
Tel. +49 (0)7309 84 0
Fax +49 (0)7309 84 50
info@weissenhorn.de

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