Stadt Dillingen

Schloss mit Marientor (Dillingen)
Beitrag barrierefrei vorlesen lassen

Dillingen a.d.Donau – Das Schwäbische Rom

Die Große Kreisstadt Dillingen (rund 19.500 Einwohner) liegt in Nordschwaben am Nordufer der Donau im Donauried. Dillingen wird wegen der zahlreichen Kirchen und Klöster auch das „Schwäbische Rom“ genannt. Die Stadt zeichnet sich neben attraktiven Sehenswürdigkeiten durch eine Reihe von beliebten Kulturveranstaltungen und Festen aus. Zudem gibt es vielfältige Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt. Die schöne Landschaft rund um die Stadt, ein Freibad und ein Hallenbad tragen zur hohen Lebensqualität bei. Besucher werden von der Dillinger Gastronomie mit einheimischen Spezialitäten wie Maultaschen, Spätzle und weiteren schwäbischen Schmankerln verwöhnt.

Über die Bundesstraße B 16 ist Dillingen gut zu erreichen. Die nächsten Autobahnanschlüsse bei Giengen an der Brenz (A 7) und Günzburg (A 8) sind ca. 25 km entfernt.

Kurzer Blick ins Geschichtsbuch

Dillingen gehörte seit 1257 zum Hochstift Augsburg und war ab 1537 bis zur Säkularisation der Jahre 1802/03 Residenzstadt der Fürstbischöfe von Augsburg sowie Regierungssitz für das Hochstift Augsburg. Die Gründung der Universität ab 1549 förderte die kulturelle Entwicklung der Stadt, die zum Zentrum der Gegenreformation wurde. Von hier gingen bis ins 19. Jahrhundert wichtige Impulse der katholischen Geistesgeschichte aus. Die Stadt hatte eine besondere Stellung im Geistes- und Kulturleben Südwestdeutschlands.

Im ehemaligen Universitätsgebäude ist heute die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung untergebracht.

Sehenswürdigkeiten

Um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Dillingens näher kennen zu lernen, empfiehlt sich die Teilnahme an einer informativen öffentlichen Stadtführung. Die Führungen finden von April bis Oktober jeden Sonntag um 14:00 Uhr statt, Treffpunkt vor dem Rathaus in der Königstraße. Außerdem können individuelle Führungen über das Bürgerbüro gebucht werden.

Zahlreiche Kirchen in Dillingen bergen wertvolle Kirchenschätze und Kostbarkeiten von kunstgeschichtlicher Bedeutung: Darunter die Studienkirche, eine ehemalige Jesuiten- und Universitätskirche, ein im Stil des Rokoko kunstvoll umgestalteter Renaissancebau. Die Kirche diente über Jahrhunderte als Weihestätte für Priester. Der bedeutende Dillinger Sakralbau aus den Jahren 1610-1617 gilt als Vorläufer vieler süddeutscher Barockkirchen.

Die Stadtpfarrkirche St. Peter von Anfang des 17. Jahrhunderts war während der bischöflichen Residenzzeit Kathedralkirche des Bistums. 1979 wurde sie von Papst Johannes Paul II. zur Basilika minor erhoben und trägt seitdem am Eingang das Wappen des amtierenden Papstes.

Die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt der Dillinger Franziskanerinnen wurde 1736-1740 errichtet und ist mit dem Wessobrunner Stuck im Innenraum ein Kleinod des Rokoko.

Die Spitalkirche Heilig-Geist, ein spätgotischer Bau aus der Zeit um 1500, wurde Ende des 17. Jahrhunderts im Stil des Barock umgestaltet und mit Wessobrunner Stuck ausgestattet.

Das Gebäude der ehemaligen Universität, das 1688/89 erbaut wurde, beeindruckt mit prunkvoller Rokokoausstattung im Goldenen Saal, den ein großes Deckengemälde aus den Jahren 1761-64 von Johannes Anwander schmückt.

Das Schloss ist das mächtigste Gebäude in Dillingen mit Ursprüngen aus der frühen Stauferzeit im 10. Jahrhundert. Es wurde im 15. und 16. Jahrhundert zu einem Burgschloss umgebaut und diente über Jahrhunderte als Residenz der Fürstbischöfe von Augsburg. Den westlichen Eingang ziert eine gotische Madonnenfigur. Heute ist im Schloss das Finanzamt untergebracht. Im Schlossgarten steht die Ulrichskapelle aus dem 14. Jahrhundert, die 1740 umgestaltet wurde.

Das Stadt- und Hochstiftmuseum am Hafenmarkt veranschaulicht in über 30 Räumen auf vielfältige Weise die Geschichte der Stadt und der Region. Beachtlich ist die umfangreiche Sammlung vor- und frühgeschichtlicher Bodenfunde. Schwerpunkte bilden zudem die große geistliche und geistige Vergangenheit der Stadt, bedeutende Dillinger Persönlichkeiten, wie z.B. der U-Boot-Erfinder Wilhelm Bauer und Pfarrer Sebastian Kneipp, sowie das Dillinger Handwerk. Das Museum ist bei freiem Eintritt mittwochs sowie jeden 1. und 3. Sonntag im Monat jeweils von 14 – 17 Uhr geöffnet.

Veranstaltungen

Dillingen hat mit seinen zahlreichen Marktveranstaltungen in der einmaligen Atmosphäre des historischen Stadtzentrums eine zentrale Bedeutung für die Region. Das breite Angebot wird an Marktsonntagen durch die geöffneten Fachgeschäfte ergänzt. Zu den Marktsonntagen gehören der Georgimarkt am zweiten Sonntag nach Ostern, der Gallimarkt am zweiten Sonntag im Oktober und der Nikolaimarkt am letzten Sonntag im November. Immer am letzten Wochenende im September präsentieren beim Häfelesmarkt im Schlossgarten zahlreiche Töpfereien, Handwerksbetriebe und Keramikwerkstätten ihre selbstgeformten Kunstwerke aus Ton und Keramik. Der Dillinger Christkindlesmarkt im Schlosshof und Schlossgarten am dritten Adventswochenende zieht jedes Jahr tausende begeisterte Besucher an.

Auf der Wirtschafts-, Informations- und Regionalausstellung „WIR“ auf dem Festplatz „Donaupark“ informieren Aussteller aus den regionalen Wirtschaftsvereinigungen mehr als 50.000 Besucher über ihre Erzeugnisse. Die Ausstellung findet in geraden Jahren Anfang März statt.

Auch das große Volksfest „Dillinger Frühling“ auf dem Festplatz „Donaupark“ Ende April bzw. Anfang Mai mit Festzelt, attraktivem Vergnügungspark und vielfältigen kulinarischen Angeboten erfreut sich großer Beliebtheit.

Am zweiten Juliwochenende feiert Dillingen im Taxispark ein Familien- und Kinderfest mit buntem Programm, Spielenachmittag, Lampionumzug und Feuerwerk.

Eine Woche später zieht das Dillinger „Schloss Open Air“ mit Live-Konzerten, der Open Air Disco „Schlossbeben“ und dem großen Straßenkünstlerfest die Besucher in seinen Bann.

Bei der „Dillinger Nacht“ an einem Freitag Ende September/Anfang Oktober öffnen die Dillinger Geschäfte bis Spätabends ihre Türen. Ein vielfältiges Kulturprogramm und eine stimmungsvolle Beleuchtung der Innenstadt runden das Programm der Gemeinschaftsaktion von Stadt und örtlicher Wirtschaft ab.

Der große Nachtumzug am letzten Freitag im Fasching lädt jedes Jahr zahlreiche Faschingswägen, Garde- und Showtanzgruppen, Hofnarren und viele Faschingsbegeisterte in die Dillinger Innenstadt ein.

Der Kulturring Dillingen präsentiert jedes Jahr ein breites Kulturprogramm mit Theateraufführungen, Konzerten und Events. Nähere Infos gibt es unter www.kulturring-dillingen.de

Dillingen – Wichtige Adressen und Telefonnummern

Touristen-Information Dillingen a.d.Donau
(im Rathaus), Königstraße 37/38
D-89407 Dillingen
Tel. +49 (0)9071 54 210
Fax +49 (0)9071 54 199
touristinfo@dillingen-donau.de

Bayerisch-Schwaben Umschlag

Reiseführer Bayerisch-Schwaben im Buchshop online bestellen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.