Käse im Allgäu

Käselaibe

Wie kam der Käse ins Allgäu?

Das Allgäu ist als Bayerns Milch- und Käseregion bekannt. Das war nicht immer so.

Käse im Allgäu gab es schon lange, aber anders, als man ihn heute kennt. Der Ursprung des Allgäuer Käses liegt in den Alpen. Dokumente im Kloster St. Gallen haben gezeigt, das bereits im 12. Jahrhundert ein so genannter Alpkäse in hauseigenen Käseküchen, meist für den Eigenbedarf, hergestellt wurde.

Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts gab es die ersten Allgäuer Käsehandlungen, allerdings war die Milch- und Käseproduktion nicht dominierend, weit verbreitet war der Getreide- und Flachsanbau für die Leinenherstellung. Die Region wurde wegen des Flachsanbaus auch „blaues“ Allgäu genannt. Um 1800 kam mit dem ersten Schweizer Emmentaler das Schweizer Wissen über die Käseproduktion nach Deutschland.

Durch Personen wie Carl Hirnbein, Aurel Stadler und Peter Althaus erlebte die Allgäuer Käseproduktion im 19. Jahrhundert einen starken Aufschwung.

Allgäuer Braunvieh

Carl Hirnbein förderte die Umstellung auf die Milchviehwirtschaft, für die der karge Boden in der Region wesentlich bessere Voraussetzungen als für den Flachsanbau bot. So sorgte er dafür, dass aus dem „blauen“ Allgäu das „grüne“ Allgäu wurde.

Der Schweizer Peter Althaus, der von dem Allgäuer Käsehändler Aurel Stadler ins Land geholt wurde, produzierte erfolgreich den Allgäuer Emmentaler.

In Missen-Wilhams stellte Carl Hirnbein im Gegensatz zu den umliegenden Hartkäseküchen den leichter herzustellenden Weichkäse wie den belgischen Limburger her.

In Wertach wurde später der „Weißlacker“ Weichkäse kreiert.

Dank der starken Entwicklung der Käseproduktion galt das Allgäu um 1850 als die Käseküche Deutschlands. Der 1887 gegründete Milchwirtschaftliche Verein Allgäu sorgte durch Maßnahmen wie Lehrsennereien, Milchliefer- und Stallordnungen dafür, das die Qualität des Allgäuer Käses erhalten blieb.

Wer war Carl Hirnbein?

Der Allgäuer Agrarreformer Carl Hirnbein wurde 1807 in Wilhams geboren und starb 1871 in Weitnau. Er gilt als einer der einlussreichsten Allgäuer Agrarreformer im 19. Jahrhundert und trug wesentlich zum Aufbau der Milch- und Käsewirtschaft im Allgäu bei.

Er erkannte, dass sich die schwierige Bodenbeschafenheit nicht gut für den bis dahin üblichen Ackerbau und Flachsanbau für die Leinenproduktion eignete, aber für die Milchproduktion gute Voraussetzungen bot.

Carl Hirnbein hatte wesentlichen Anteil an der Umwandlung vom Ackerbau zur Milchwirtschaft, was den Bauern eine wesentlich bessere Lebensgrundlage bot. Er wurde deshalb auch der „Notwender“ genannt.

Carl Hirnbein

Er schloss zahlreiche Milchlieferungsverträge mit Bauern ab und produzierte Käse in über 20 eigenen Betrieben, wobei er sich verstärkt der Produktion von Weichkäse widmete. Er baute ein Handelsnetz auf und konnte den Bauern eine Abnahmegarantie bieten.

Durch seine Tätigkeit wurde er sehr wohlhabend und besaß in späteren Jahren rund 100 Alpen, was ihm den Namen „Alpkönig“ einbrachte.

Im Karl-Hirnbein-Museum in MissenWilhams kann man sich ausführlich über sein Leben und Werk informieren.

Kleines Käse Lexikon

Adelegger
Dieser Käse ist ein Bergkäse aus Biomilch nach alter Allgäuer Tradition.

Allgäuer Emmentaler
(siehe auch Geschützte Allgäuer Käsesorten)

Allgäuer Bergkäse
(siehe auch Geschützte Allgäuer Käsesorten)

Backsteinkäse
Dieser traditionelle Allgäuer Käse sieht wie ein roter Backstein aus. Die Farbe dieses weichen, sehr aromatischen Käses entsteht durch spezielle Kulturen bei der Reifung.

Bergkäse
Dieser würzige Käse wird meist in Allgäuer Sennhütten in einer Höhe von 900 bis 1800 Metern produziert.

Dicklegen
Vorgang, bei dem die Milch unter Zugabe von Lab und/oder Milchsäuerebakterien gerinnt und sich in Molke und Käsebruch aufspaltet.

Milchsäurebakterien
Sie kommen in der Natur vor und sorgen für die Vergärung von Milchzucker zu Milchsäure.

Molke
Die Molke, auch Käsewasser genannt, bildet sich bei der Dicklegung von Milch.

Milchkannen

Reifung
Die verschiedene Art der Reifung der Käsesorten sorgt für den unterschiedlichen Geschmack.

Rohmilch
Rohmilch ist unbehandelt und darf nicht im Laden verkauft werden. Sie darf nur ab Hof abgegeben werden mit dem Hinweis, die Milch vor dem Verzehr abzukochen. Rohmilch wird für die Herstellung bestimmter Käsesorten verwendet.

Rotschmiere
Die Rotschmiere ist ein essbarer Rindenbelag, der Aroma bildende Bakterien enthält.

Schimmelkulturen
Der Einsatz von Schimmelkulturen sorgt bei bestimmten Sorten für den typischen Geschmack.

Senn
Als Senn werden Alphirten bezeichnet, die im Sommer auf den Almen Käse herstellen.

Weißlacker
(siehe auch Geschützte Allgäuer Käsesorten)

Die Herstellung von Käse

Die moderne Käseherstellung unterscheidet sich nur gering von der traditionellen Art der Herstellung, vor allem in kleinen Käsereien, wo viele Arbeitsschritte auch heute noch von Hand ausgeführt werden. In großen Molkereien ist natürlich vieles automatisiert.

Bei der Vorbereitung wird die Milch auf ihre biologische Beschafenheit geprüft. Dann wird der gewünschte Fettgehalt eingestellt, in dem Rahm entfernt oder zugegeben wird. Außer bei der Herstellung von Rohmilchkäse wird die Milch schonend erwärmt.

Die Art der Dicklegung der Milch entscheidet darüber, welcher Käse produziert wird. Bei der Dicklegung durch Milchsäurebakterien entsteht Frischkäse oder Sauermilchkäse. Durch die Verwendung von Lab entsteht Hartkäse, Schnittkäse oder Weichkäse. Bei der Dicklegung sondert sich die Molke teilweise ab.

Käseherstellung

Die entstandene Masse wird anschließend mit einer so genannten Käseharfe klein geschnitten. Die Größe des entstehenden „Käsebruchs“ entscheidet über die spätere Konsistenz des Käses. Je kleiner der Bruch, desto fester der spätere Käse.

Der Bruch wird in Formen gefüllt, es entstehen die so genannten Käselaibe. Diese werden dann in ein Salzbad getaucht und von Hand mit Salz abgerieben. Dadurch wird dem Rand des Käses Wasser entzogen und er bildet eine erste Rinde.

Die verschiedenen Käsesorten reifen eine unterschiedlich lange Zeit, während der die Käselaibe regelmäßig gewendet, gebürstet und mit Salz bestrichen werden.

In zahlreichen Schaukäsereien im Allgäu werden Führungen veranstaltet, bei denen man dem Käser über die Schulter schauen kann und viel Wissenswertes über die Käseherstellung erfährt.

Was ist Lab?

Um aus Milch Käse herzustellen, ist Lab notwendig. Es ist ein Gemisch aus den Enzymen Chymosin und Pepsin, das aus dem Labmagen junger Wiederkäuer im Milch trinkenden Alter gewonnen wird. Die Enzyme des Lab dienen dazu, die Muttermilch durch Eindicken verdaubar zu machen, ohne sauer zu werden. Dieser Prozess wird bei der Herstellung von Käse genutzt.

Käselab

Schon bei geringer Dosierung bringt das im Lab enthaltene Enzym große Mengen Milch zur Gerinnung, am besten bei einer Temperatur von 36-37° C. Dabei ist eine schwach saure Reaktion von Vorteil. Die Gerinnungswirkung des Chymosins beruht auf einer Abspaltung eines Teils der Milchzellen, wodurch diese ihre Schutzhülle verlieren, was zur Gelbildung führt. Das Gel besteht aus einer festen Masse, in der die Süßmolke eingeschlossen ist. Das Labferment dient nur als Katalysator und wird nicht verbraucht.

Käselegenden

Milchviehhaltung und Milchproduktion gibt es schon seit langer Zeit. Archäologen haben in 7.000 Jahre alten steinzeitlichen Töpferwaren Milchfettreste entdeckt.

Rund um die Entstehung von Käse gibt es verschiedene Legenden, von denen einige vielleicht wahr sind. Die wirkliche Entstehungsgeschichte wird wohl für immer im Dunkeln bleiben.

Zu den Theorien der Entdeckung von Käse gehört die Vermutung, dass steinzeitliche Jäger ein Kalb erlegten, das kurz zuvor Muttermilch getrunken hatte. Bei der Öfnung des Magens fanden sie ein weiße Masse, die sich als genießbar herausstellte.

Käselagerung

Eine andere Legende berichtet, dass Steinzeitmenschen Milch in getrockneten Kälbermagen transportiert haben. Durch das im Magen noch vorhandene Lab hatte sich die Milch in Käse verwandelt.

Oder vielleicht haben Priester in Mesopotamien Milch als Opfergabe für ihre Götter verwendet. Durch die Milchsäurebakterien in der Luft könnte sich die Milch in Sauermilchkäse verwandelt haben.

Wissenschaftlich erwiesen ist die Tatsache, dass die Menschen in Mesopotamien, Rom und Griechenland schon vor langer Zeit Käse herstellten. In Europa kümmerten sich im Mittelalter hauptsächlich Bauern und Klöster um die Herstellung. Einige noch heute bekannte Käsesorten entstanden im 12. Jahrhundert wie der Emmentaler oder der bayerische Handkäse.

Quelle: kaesewelten.info

Was ist eine Käseuhr?

Bei der Käseuhr wird verschiedener Käse auf einer runden Käseplatte wie auf einer Uhr im Uhrzeigersinn angerichtet, wie er gegessen werden sollte, von mild nach kräftig.

Damit ein kräftiger Käse nicht den Geschmack eines nachfolgenden milden Käses überdeckt, wird empfohlen, die Käsesorten in der Reihenfolge von mild nach kräftig zu genießen. So kann man den Käse in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen.

Bei der Käseuhr wird auf der 6-Uhr Position begonnen, die dem Genießer am nächsten ist. Hier werden sehr milde Käsesorten wie leichte Frischkäse und milde Doppelschimmelkäse wie Camenbert, Ricotta oder Brie angeboten.

Auf der 9-Uhr-Position findet man kräftigere Weichkäse und würzige Rotschimmelkäse sowie halbfeste Schnittkäse wie junger Gouda oder milder Emmentaler.

Käseuhr

Kräftigere, nussige Käsesorten kann man auf der 12-Uhr-Position genießen. Hierzu gehören Cheddar, milde „Stinkerkäse“ oder Bergkäse.

Die lange gereiften, würzigen Hartkäse wie alter Parmesan und Blauschimmelkäse wie Roquefort finden auf der 3-Uhr-Position ihren Platz.

In der Regel werden pro Segment zwei bis drei verschiedene Käse angeboten, um die zahlreichen Geschmacksunterschiede kennen zu lernen. Eine Käseuhr hilft weniger Geübten bei der Auswahl von Käse in der richtigen Reihenfolge. Als Hauptspeise rechnet man bei Käse mit 200 – 250 Gramm pro Person, als Dessert rund 70 Gramm. Ein Stück Käse sollte etwa 20 Gramm wiegen.

Geschützte Allgäuer Käsesorten

Vier Allgäuer Käsesorten werden von der EU als regionale Produkte besonders geschützt: Allgäuer Emmentaler, Allgäuer Bergkäse, Sennalpkäse und Weißlacker.

Regionale Produkte, die von der EU geschützt werden, zeichnen sich durch spezielle Eigenschaften aus, stiften Identität und sind Kulturgüter, die weithin bekannt sind.

Die vier Allgäuer Käsesorten führen das Siegel g.U. Bei dieser geschützten Ursprungsbezeichnung indet die Produktion in allen Schritten in der Region statt.

Käsekeller

Allgäuer Bergkäse

Für die Herstellung von Allgäuer Bergkäse wird ein Gemisch von roher Abend- und Morgenmilch mit Milchsäurebakterien vorgereift und auf 30 Grad erwärmt, bevor sie mit Lab vermischt wird. Nach dem Pressen des Käsebruchs in die runde Form wird der Käse mehrere Monate in Kellern mit hoher Luftfeuchtigkeit zur Reifung gelagert.

Allgäuer Sennalpkäse

Dieser Bergkäse darf nur auf anerkannten Allgäuer Sennalpen ind handwerklichtraditioneller Weise hergestellt werden. Durch die besonderen Planzen, die auf über 800 Höhenmetern wachsen, kommen wertvolle Inhaltsstofe in die Milch und den Käse und sorgen für den würzigen Geschmack.

Allgäuer Emmentaler

Für den Allgäuer Emmentaler ist eine besondere Milch erforderlich, die durch strenge Fütterungsvorschriften entsteht. Die typischen Löcher im Käse entstehen durch die spezielle Warmlagerung des Käses. Der nussige Geschmack wird durch längere Lagerung intensiver.

Weißlacker

Der Weißlacker ist der Exot unter den Allgäuer Käsesorten. Der stark riechende Weichkäse erinnert an einen Fetakäse und entsteht durch ein spezielles Verfahren.

Quelle: allgaeu.de

Käse schmeckt nicht nur, er ist auch gesund!

Dass Käsegenuss gesund ist, ist inzwischen allgemein bekannt. Er ist nicht nur schmackhaft, sondern liefert auch viele Nährstoffe.

Hoher Kalziumgehalt

Der Kalziumgehalt gehört zu den Vorzügen von Käse. So liefert zum Beispiel 30 Gramm Emmentaler ein Drittel der Tagesdosis für Erwachsene. Kalzium ist wichtig für die Zahngesundheit, trägt zur Stabilität der Knochen bei und unterstützt das Wachstum von Kindern.

Hoher Proteingehalt

Der Proteingehalt ist ein weiterer Vorteil von Käse. Protein spielt eine wichtige Rolle bei der Versorgung von Zellen.

Phosphorlieferant

Der im Käse enthaltene Phosphor unterstützt in Kombination mit Kalzium nicht nur die Verbesserung des Mineralgehalts von Knochen. Es trägt außerdem zur Speicherung von Energie bei, die der Körper benötigt.

Vitamine

Im Käse sind zahlreiche Vitamine enthalten, besonders das Vitamin B2, das beim Stoffwechsel von Bedeutung ist, sowie das Vitamin B12, das gegen Stress und Müdigkeit hilft.

Käse und Milch

Käse als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung

Käse als Lieferant von wertvollen Nährstoffen und als Quelle von Vitaminen, Mineralien und Proteinen gehört bei einer gesunden, ausgewogenen Ernährung dazu.

Käse ist auch nicht so fetthaltig, wie man allgemein denkt. Käsegenuss ist für ein erhöhtes Risiko von Kreislauferkrankungen unbedenklich.

Käse und Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Nährstoffbedarf. Käse kann einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Bedarfs an Kalzium, B-Vitaminen und Eiweiß leisten. Unbedenklich ist der Genuss von Hart- und Schnittkäse aus pasteurisierter Milch, die Rinde muss abgeschnitten werden, industriell hergestellter und verpackter Frischkäse sowie Schmelzkäse ohne Rinde.

Käse und Laktoseintoleranz

Menschen mit Laktoseintoleranz müssen nicht auf den Käsegenuss verzichten. Viele langgereifte Käsesorten wie Bergkäse sind laktosefrei. Auf Frisch- oder Schmelzkäse sollte verzichtet werden.

Quelle: ich-liebe-kaese.de

Ist Käserinde essbar?

Bei der Käseherstellung werden die Käselaibe in ein Salzbad gelegt oder mit Salz bestreut. Das Salz dringt in den Käse ein und entzieht ihm Wasser, was die Oberfläche festigt und eine Rinde entstehen lässt.

Sie schützt den Käse vor Austrocknung und unerwünschter Schimmelbildung. Bei etlichen Sorten trägt die Rinde zur Geschmacksbildung bei.

Welche Rinde ist nun essbar?

Einige Hersteller versehen den Käse mit dem Hinweis „Rinde zum Verzehr geeignet“ und machen es dem Verbraucher leicht.

Generell kann man natürlich gereifte Rinde essen. Auch Rinde mit Edelschimmel und Schmiere kann man bedenkenlos genießen.

Käserinde

Grundsätzlich nicht essbar sind Überzüge aus Paraffin, Wachs oder Kunststoff. Aus Bequemlichkeit jede Rinde mitzuessen ist nicht zu empfehlen.

Immungeschwächte und Schwangere sollten aus Vorsicht gar keine Käserinde essen, weil sich auf der Oberfläche schädliche Bakterien und Schimmelarten ansiedeln können.

Bei mit Natamycin (E 235) behandelter Rinde zur Vermeidung von Schimmelbefall scheiden sich die Geister. Er muss entsprechend gekennzeichnet sein.

Entgegen einer früheren Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung kann eine solche Rinde mitverzehrt werden. Die Rinde von Biokäse enthält kein Natamycin.

Quelle: landeszentrum-bw.de

Warum zieht Käse Fäden?

Es gibt leckere Gerichte, bei denen Käse erhitzt wird, wie zum Beispiel bei den Allgäuer Kässpatzen, beim Käsefondue oder beim Nudelauflauf. Wenn der Käse richtig heiß ist, kann man ihn herrlich in die Länge ziehen, er zieht Fäden. Wie funktioniert das?

Käse besteht vor allem aus Milcheiweiß, Fett und Wasser, die eine spezielle Struktur haben. Die Eiweißmoleküle sind wie bei einem Fischernetz fest miteinander verbunden und binden auch das Fett und das Wasser. Das Fett in Form von harten Kügelchen sorgt für die feste Form in kaltem Zustand.

Käsespätzle

Wenn der Käse erhitzt wird, verändert sich die Form des harten Fetts und damit auch der Käse. Er wird weich und dehnt sich ab 40 Grad. Bei entsprechender Hitze kann man den Käse schließlich in lange Fäden ziehen, weil auch das Eiweiß weich und elastisch wird.

Die verschiedenen Käsesorten weisen unterschiedliche Anteile an Fett, Wasser und Eiweiß und unterschiedliche Reifegrade auf. Entsprechend ist auch die Fähigkeit des Fädenziehens unterschiedlich. Bei jungen Schnittkäsesorten funktioniert das am besten.

Quelle: wdr.de

Welcher Käse passt zu welchem Wein?

Zu einem leckeren Käse mundet ein Glas guter Wein, es sollte allerdings der passende Wein sein. Die alte Regel, dass nur Rotwein zu Käse passt, gilt heute nicht mehr. Bei der Wahl dient zur Groborientierung, dass Käse und Wein aus der gleichen Region meist harmonieren. Auch sollte der Geschmack des Käses das Weinaroma nicht überdecken.

Deshalb kombiniert man einen milden Weißburgunder Wein am besten mit einem milden Käse wie Rahmoder Frischkäse.

Ein geschmacksintensiver Wein wie Dornfelder Rotwein wird auch von einem kräftigen, pikanten Käse wie Emmentaler Hartkäse nicht beeinträchtigt.

Es empfiehlt sich, einen cremigen Weichkäse wie Rotschmierkäse mit einem säurehaltigen Wein zu genießen.

Käse und Wein

Zu einem säuerlichen Käse passt ein halbtrockener Wein gut.

Zu einem salzigen Käse wählt man einen süßen oder einen säurehaltigen Wein.

Hartkäse schmeckt zu Rotwein mit Tanninen am besten.

Bei einer Käseplatte richtet sich die Weinauswahl am besten nach der kräftigsten Käsesorte.

Wein zum Käse nach dem Essen darf ruhig etwas gehaltvoller sein.

Quelle: edeka.de

Obst als perfekter Begleiter für Käse

Käse und Obst passen gut zusammen, das haben schon viele Käseliebhaber festgestellt. Die große Auswahl an Käsesorten und saisonalem Obst bietet vielfältige Möglichkeiten für leckere Kombinationen. Da lohnt es sich, zu experimentieren und neue Geschmackserlebnisse, ob cremig-fruchtig, würzig-säuerlich oder nussig-sanft, kennen zu lernen.

Zum Hartkäse passen Weintrauben, getrocknetes Obst, Äpfel und Nüsse gut. Halbfester Schnittkäse harmoniert mit Weintrauben, Erdbeeren, Feigen, Nüsse und Kürbiskerne.

Die richtigen Begleiter für Weichkäse sind Kiwis und Südfrüchte, Pflaumen, Feigen, Aprikosen und Äpfel. Für Blauschimmelkäse empfiehlt sich der Genuss von reifen Birnen, süßen aromatischen Äpfeln, Datteln oder Aprikosen.

Ziegen- oder Schafskäse kombiniert man am besten mit Erdbeeren, süßer Kirschkonfitüre, Honig, Feigen, Honigmelonen, getrockneten Früchten und Himbeeren.

Der Phantasie und Kreativität bei den Kombinationen sind keine Grenzen gesetzt. Guten Appetit!

Quelle: der-kaese.de

Käse und Bier – Zwei große Freunde im Allgäu

Käse und Wein ist vielen Genießern als genussvolle Kombination gut bekannt. Aber wie sieht es mit anderen Getränken aus wie zum Beispiel Bier?

Im Allgäu ist der Genuss von Käse und Bier seit langem vertraut und findet immer mehr Liebhaber. Die vielschichtigen Aromen des Biers sorgen dafür, dass die Würze vieler Käsesorten besonders gut zur Geltung kommt. Das Bier sollte allerdings nie den Käse mit hohem Alkoholgehalt, starker Würze oder intensivem Hopfengeschmack überdecken.

Mildes Bier passt zu milden Käsesorten. So harmoniert milder, aromatischer Weichkäse mit erfrischenden Bieren wie Pils oder helles Altbier.

Käsegericht mit Bier

Zu würzigen Weichkäse-Sorten mit Rotkulturen schmeckt ein zartbitteres Bier mit dezenter Süße und kräftigem Geschmack wie Lagerbier oder Pils.

Cremigen Ziegenkäse kombiniert man am besten mit prickelnden, hellen Bieren mit fruchtigen Noten wie Weizenbier oder Weißbier.

Lange gereifter Käse verträgt die Kombination mit stärkeren Bieren wie Starkbier oder Ale.

Dunkles Starkbier mit malzigem Geschmack passt hervorragend zu pikantem Blauschimmelkäse.

Viele weitere Kombinationen sind möglich. Ausprobieren lohnt sich!

Quelle: castellocheese.com

Käse macht glücklich

Eine wissenschaftliche Studie der Universität Michigan hat nachgewiesen, dass Käse ein bisschen süchtig macht. Käse ist nicht direkt vergleichbar mit Drogen, stimuliert aber dieselben Rezeptoren wie zum Beispiel Kokain, so dass man mehr möchte. Es lohnt sich also, den Käsegenuss auf ein vernünftiges Maß zu beschränken, wenn man nicht zunehmen will.

Beim Verzehr von Käse werden ähnliche Glückshormone wie beim Genuss von Schokolade oder bei sportlichen Aktivitäten ausgeschüttet. Da wundert es nicht, dass manche an der Käsetheke leuchtende Augen bekommen.

Käseauswahl

Der Körper hat ein Schutzsystem in Form einer Blut-Hirn-Schranke, die das Gehirn vor schädlichen Einflüssen schützt. Die im Käse enthaltenen Stoffe gehören zu den Dingen, die diese Schranke überwinden, ähnlich wie Drogen oder Alkohol.

Wenn der Körper das im Käse enthaltene Protein Casein verdaut, entsteht Casomorphin. Es wirkt leicht schmerzlindernd und betäubend, wie man herausgefunden hat. Die Wirkung ist allerdings gering, sonst bekäme man Käse nur auf Rezept.

Casomorphin wirkt auf jeden Fall entspannend und sorgt dafür, dass man träge wird und sich wohl fühlt.

Quelle: daskochrezept.de

Woher stammt die Redensart „Das ist Käse“?

Manchmal hat man Käse nicht nur im Mund, sondern er liegt uns als Wort auf der Zunge.

Zum Beispiel wählt man die Redensart „Das ist Käse“, wenn man eine Behauptung in Zweifel ziehen will. Diese Redensart wurde früher benutzt, als man Milch und Käse überall leicht bekommen konnte. Die Milchprodukte galten als nichts Besonderes. So drückte man bildlich Geringschätzung aus. Heute wird Käse als hochwertiges, gesundes Produkt mehr wertgeschätzt.

Ob der Begriff „Dreikäsehoch“, der sich redensartlich auf ein etwas vorlautes Kind bezieht, etwas mit Käse zu tun hat, ist nicht sicher. Das Wort war vor allem im 18. Jahrhundert gebräuchlich, als vielleicht übereinander liegende Käselaibe als „Maßeinheit“ für die Größe frecher Kinder galten.

Eine andere Möglichkeit wäre der Bezug auf das französische Wort „caisse“ für Kasten, die auch aufgestapelt zur Messung der Frechdachse genutzt werden könnten.

Der „Dreikäsehoch“ gehört zu den schönsten bedrohten Worte der deutschen Sprache.

Quelle: bergader.de

Käserei Vogler – Erlebniswelt rund um den Allgäuer Käse

Käse aus dem Allgäu steht bei Genießern hoch im Kurs. Die Milch für den Käse wird von Kühen produziert, die den ganzen Sommer auf Allgäuer Wiesen verbringen.

In Gospoldshofen, einem Ortsteil von Bad Wurzach, entstand 1899 aus der kleinen Käseküche des Mangler-Hofes eine Genossenschaftskäserei, die 1936 von Michael Vogler, dem Käser der Hofkäserei von Bodenhaus, aufgekauft wurde. Die Käserei wurde zum Familienbetrieb.

Nach der Produktion von Weichkäse wie Limburger, Romadur und Backsteinkäse wurde im Laufe der Jahre auf Hartkäse umgestellt. Neue Käsesorten kamen hinzu wie Allgäuer Emmentaler, Bergkäse und verschiedene Schnittkäsesorten.

Die Käserei Vogler bietet außer einem leckeren Käsesortiment auch Gruppenführungen nach Terminvereinbarung ab mindestens 15 Personen durch die Käserei an. Hier werden Besucher vom Käser höchstpersönlich in die Geheimnisse des Käsens eingeweiht und erfahren unter anderem, warum man bei echtem, handwerklich hergestelltem Käse die Jahreszeiten schmeckt.

Käserei Vogler (Käse-Museum)

Die kostenlosen Käsereiführungen für Familien oder Einzelpersonen finden ganzjährig ohne Voranmeldung donnerstags um 14:30 Uhr (außer an Feiertagen) statt. Interessantes rund um den Käse erwartet Besucher außerdem im angrenzenden Käsereimuseum, wo alte Käsereien fast originalgetreu wieder aufgebaut wurden, darunter auch die erste Käserei von Gospoldshofen. Der Eintritt ist frei.

Für die Unterhaltung der kleinen Gäste ist ebenfalls gesorgt. Auf dem hauseigenen Spielplatz können sie vergnügt herumtollen und neue Freundschaften schließen.

Man kann im gemütlichen Sennerstüble eine warme Mahlzeit oder eine leckere Brotzeit genießen, bevor man sich auf einen der ausgeschilderten Wanderwege oder Radwege durch das schöne Allgäu begibt. Die herzhaften Käsespezialitäten sind bei Gästen der Käserei Vogler besonders beliebt.

Während des Aufenthaltes kann das E-Bike bequem an der hauseigenen Ladestation aufgeladen werden.

Öffnungszeiten:

April bis Okt.: Mo/Di: 9 bis 12 Uhr und 15 bis 19 Uhr; Mi: 9 – 12 Uhr; Do bis So: 9 – 19 Uhr.

Fr: Sennerstüble bis 23:00 Uhr. Warme Küche: Do: 11:30 bis 16 Uhr; Fr: 11:30 bis 21 Uhr; Sa + So: 11:30 bis 18:30 Uhr.

Nov. bis März: Mo/Di: 9 bis 12 Uhr u. 15 bis 17:30 Uhr; Mi: 9 bis 12 Uhr; Do bis So: 9 bis 17:30 Uhr.

Fr: Sennerstüble bis 23:00 Uhr. Warme Küche: Do: 11:30 bis 16 Uhr; Fr: 11:30 bis 21 Uhr; Sa + So: 11:30 bis 17:30 Uhr.

Gruppen ab 25 Personen sind nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten herzlich willkommen.

Käserei Vogler
Simon-Göser-Straße 11
D-88410 Bad Wurzach
Tel. +49 (0)7564 3583
info@kaeserei-vogler.de

Wie kam der Käse ins Allgäu? Wer war Carl Hirnbein? Wie wird Käse hergestellt? Was ist eine Käseuhr? Freuen Sie sich mit dieser Vorschau auf das neue „Allgäuer Käsebuch“. Der kulinarische Begleiter für alle Käseliebhaber mit umfangreichen Informationen rund um das Allgäuer Nationalgericht sowie großem Rezeptteil erscheint im Früjahr 2021.

Allgäuer Käsebuch Umschlag

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