Memmingen

Memmingen – Stadt der Tore und Türme

Die kreisfreie Stadt Memmingen (rund 43.000 Einwohner) nahe der Iller liegt 50 km südlich von Ulm im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben an der Grenze zu Baden- Württemberg und ist im Norden, Osten und Süden vom Landkreis Unterallgäu umgeben. Sie ist das Schul-, Verwaltungs- und Handelszentrum der Region Donau-Iller.

Memmingen ist durch günstige Verbindungen auf Straße, Schiene und Luft der Verkehrsknotenpunkt von Allgäu, Ober- und Mittelschwaben. Durch die Lage am Autobahnkreuz der A 7 von Ulm nach Füssen und der A 96 von Lindau nach München sowie durch die Bundesstraßen B 300 von Augsburg nach Memmingen und der B 312 von Reutlingen nach Memmingen ist die schwäbische Stadt sehr gut zu erreichen. Am Bahnhof Memmingen treffen sich die Bahnlinien München-Lindau und Ulm-Oberstdorf. Memmingen liegt an der Intercity- Strecke Dortmund-Oberstdorf und der Eurocity-Verbindung München- Zürich. Der Regionalverkehr wird durch den Allgäu-Schwaben-Takt bedient. Durch den Allgäu Airport Memmingen im nahen Memmingerberg bestehen Linien- und Charter-Verbindungen zu internationalen Zielen.

Memmingen ist bei Gästen sehr beliebt durch bedeutende Sehenswürdigkeiten in der historischen Altstadt, dem vielseitigen Programm mit kulturellen Veranstaltungen, Märkten und Festen, attraktiven Einkaufsmöglichkeiten in der Altstadt mit Fachgeschäften, Kaufhäusern und Boutiquen, gepflegten Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geldbeutel sowie mehr als 150 Gaststätten, Restaurants und Cafés mit einem vielfältigen gastronomischen Angebot.

Kurzer Blick ins Geschichtsbuch

Archäologische Funde belegen die erste Besiedlung bereits in der Steinzeit. In der Römerzeit befand sich vermutlich ein Siedlungsposten in der Region. Im 5. Jahrhundert wurde eine alemannische Siedlung gegründet. Hier entstand ab dem 7. Jahrhundert ein fränkischer Königshof, der als Handelsposten an der Salzstraße von Böhmen nach Lindau und an der Straße von Ulm über den Fernpass nach Italien zunehmende Bedeutung erlangte.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Memmingen im Jahr 1128 und erhielt 1158 durch Herzog Welf VI. die Erhebung zur Stadt. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich Memmingen zur freien Reichsstadt, Handel und Gewerbe blühten. Bereits 1506 schickten Memminger Händler die ersten deutschen Handelsschiffe nach Übersee. Die Stadt wurde zu einem der Zentren der Reformation. 1525 wählten aufständische Bauern Memmingen zum Versammlungsort. Hier wurden die 12 Bauernartikel als eine der ersten Menschenrechtserklärungen Europas verfasst. Memmingen nennt sich auch die „Stadt der Menschenrechte“ und verleiht seit 2005 den „Memminger Freiheitspreis“ für Verdienste um Recht, Freiheit und Gerechtigkeit.

Seit 1803 gehörte die ehemalige freie Reichsstadt zum Königreich Bayern.

Sehenswürdigkeiten

Die idyllische Altstadt entzückt Besucher aus Nah und Fern mit zahlreichen historischen Bauwerken und Plätzen. Die gut erhaltene mittelalterliche Stadtmauer und die vielen Patrizierhäuser zeugen von der jahrhundertealten bewegten Stadtgeschichte. Memmingen wird auch die Stadt der Tore, Türme und Giebel genannt.

Die Stadt kann auf zwei gekennzeichneten Rundwegen, die zu vielen sehenswerten Orten führen, erkundet werden. Auf den Rundwegen gibt es für Kinder ein tolles Kinderquiz.

Der Rote Weg durch Memmingen

Der Rote Weg führt zu den baulichen und geschichtlichen Highlights in Memmingen.

Marktplatz

Der Weg beginnt an der Touristinformation am mittelalterlichen Marktplatz, dem Herzstück der Stadt, mit der etwas verkleinerten Nachbildung eines Brunnens von 1688 und beeindruckenden Gebäuden.

Rathaus

Hier steht das 1589 errichtete Rathaus, einer der berühmtesten Bauten in Memmingen. Die prächtige Renaissancefassade des mehrstöckigen Gebäudes zieht die Blicke auf sich. Im 18. Jahrhundert wurde sie mit geschweiftem Giebel, reichen Stuckverzierungen und eleganten Türmen neu gestaltet.

Steuerhaus

Auch das Steuerhaus von 1495, das die Nordseite des Marktplatzes beherrscht, zeigt eine prachtvolle Fassade mit Laubengang und üppiger Malerei im Neurokokostil aus den Jahren 1906/09. Das Steuerhaus diente als Verwaltungsgebäude der ehemaligen freien Reichsstadt. Heute beherbergt es ein Café und mehrere Ämter.

Großzunft

Das Gebäude der Großzunft von 1453, neu erbaut 1718/19, war das Versammlungshaus der städtischen Patrizier, die sich in einer eigenen Zunft organisierten. Es dominiert die Ostseite des Marktplatzes. Heute sind Ämter im Haus untergebracht.

St. Johann

Die katholische Kirche St. Johann im Nordwesten des Marktplatzes ist die frühere Klosterkirche des 1803 säkularisierten Augustinerklosters. Sie wurde in den 1960er Jahren modern umgestaltet. (Derzeit geschlossen)

Hermansbau mit Stadtmuseum

Die großzügige Vierflügelanlage des Barockpalais Hermansbau in der Zangmeisterstraße wurde 1766 durch den Freiherrn Benedikt von Herman errichtet. Hier waren der bayerische König Ludwig I., Kaiser Franz I. und Zar Alexander zu Gast. Das Palais wird heute größtenteils als Stadtmuseum genutzt.

St. Martin

Der mächtige Turm der mittelalterlichen Basilika der evangelischen Kirche St. Martin am Martin-Luther- Platz, eines der Wahrzeichen von Memmingen, ist weithin sichtbar. 1496/99 errichtete der Ulmer Baumeister Matthias Böblinger den Tuffsteinchor. Im Inneren findet man Freskenmalereien aus dem 15. und 16. Jahrhundert, eine große, moderne Orgel und das großartige, kunstvoll geschnitzte Chorgestühl aus den Jahren 1501/07. Öffnungszeiten unter www.stmartin-memmingen.de.

Täglich Mai bis Oktober werden Turmführungen angeboten, zweimal monatlich auch interessante Dachbodenführungen. Über die Wintermonate sind Kirche und Turm geschlossen und nur zu Sonderöffnungsterminen zugänglich.

Kinderlehrkirche

Die benachbarte evangelische Kinderlehrkirche aus den 14./15. Jahrhundert ist die ehemalige Spitalkirche des Antoniterordens und evangelisch-lutherische Predigtkirche. Besichtigung nur im Rahmen einer Stadtführung und nach vorheriger Anmeldung möglich.

Antonierhaus mit Strigel- und Antonitermuseum

Die gotische Vierflügelanlage des ehemaligen Kloster- und Spitalgebäudes des Antoniterordens am Martin-Luther-Platz wurde 1454 erbaut und gilt als die besterhaltene Anlage des einst bedeutenden Ordens in Europa. In dem Gebäude ist heute die öffentliche Stadtbibliothek und das Strigel- und Antonitermuseum untergebracht.

Fuggerbau

Der fast wie ein Stadtschloss angelegte mächtige Fuggerbau am Schweizerberg wurde 1581-89 errichtet und hatte berühmte Gäste. Während des 30-jährigen Krieges wohnten hier zeitweise Wallenstein und der Schwedenkönig Gustav Adolf.

Schrannenplatz/Fischerbrunnen

Der Schrannenplatz am Stadtbach, der die gesamte Altstadt durchzieht, wird vom im Jahr 2000 erbauten Stadtbachspur-Springbrunnen und dem Fischerbrunnen von 1955 mit der Bronzegestalt eines Stadtbachfischers geschmückt. Auf dem Platz standen ursprünglich drei Getreidestadel, auch Schrannen genannt. Der Platz war früher Hauptumschlagplatz für Weizen und Roggen.

Kirche „Unser Frauen“

Die evangelische Frauenkirche am Frauenkirchplatz in der südlichen Altstadt ist vermutlich die älteste Kirche Memmingens. Ihre heutige Gestaltung im spätgotischen Stil erhielt die Kirche im 15. Jahrhundert. Im Innenraum können Kunstliebhaber bedeutende Fresken des Apostelzyklus von Hans Strigel d.J. (1450-1479) und die „Hawanger Madonna“, die seinem Bruder Ivo Strigel zugeschrieben wird, bewundern. Öffnungszeiten unter www.unserfrauen.de

Siebendächerhaus

Das Siebendächerhaus, markantestes Memminger Gebäude und ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, belegt die Bedeutung des Gerberhandwerks. Die Rot- und Weißgerber gehörten zu den reichsten Handwerkern der Stadt. Die hohen Giebel des Hauses mit früher aufklappbaren Seitenluken dienten dem optimalen Trocknen des Leders.

Kreuzgang

Der Kreuzgang südlich vom Theaterplatz ist der erhaltene Rest des ehemaligen sogenannten Elsbethenklosters. Die wertvollen Decken- und Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert sind leider zum Teil stark beschädigt und können nur von außen besichtigt werden.

Theaterplatz

Der Theaterplatz mit der neubarock gestalteten Fassade des Stadttheaters wurde im Rahmen der Sanierung „Neue Schranne“ 2010 neu gestaltet.

Weinmarkt

Das Memminger Handwerk war in elf Zünften organisiert. Der Weinmarkt wird von den Zunfthäusern der Kramer, Weber, Metzger, Merzler (Kleinhändler), Lodner und Zimmerleuten umrahmt, was die Bedeutung des Handwerks für die Stadt dokumentiert. Zu den schönsten Fachwerkhäusern Memmingens gehört das Haus der Weberzunft, damals die zahlenmäßig stärkste Memminger Zunft. Auf dem Weinmarkt steht ein 9 Meter hoher Freiheitsbrunnen mit 12 ineinander gestellten Bronzetafeln für die 12 Bauernartikel im Sockel zum Nachlesen.

Kramerzunft

Im mittelalterlichen Haus der Zunft wurden im März 1525 die Zwölf Bauernartikel verfasst, die Freiheit und Abschaffung der Leibeigenschaft forderten und den süddeutschen Bauernkrieg auslösten.

Ehemaliges Kreuzherrnkloster (Kreuzherrnsaal)

Um 1210 gründeten Mönche des Heilig-Geist-Ordens, „Kreuzherren“ genannt, das Kloster, das auch das reichsstädtische Hospital beherbergte.

Die Auflösung des Klosters erfolgte im frühen 19. Jahrhundert. Der heutige Kreuzherrensaal, als Klosterkirche von 1480-1484 erbaut, bietet als zweischiffige, chorlose Halle ein ungewöhnliches Raumerlebnis. Die Besichtigung der wertvollen Stuckdecke aus dem Jahr 1709 vom Wessobrunner Meister Matthias Stiller mit ihren Girlanden, Muscheln und Akanthusblättern sowie die Fresken von Johann Friedrich Sichelbein (1648 – 1719) sollte man nicht versäumen. Der heutige Saal gilt als Perle an der Oberschwäbischen Barockstraße. Öffnungszeiten: April bis Oktober Di – So 14 -17 Uhr, zusätzlich Sa 10 – 12:30 Uhr.

MEWO Kunsthalle

Außerhalb des Roten Rundweges lohnt für Freunde der zeitgenössischen Kunst ein Besuch der Mewo-Kunsthalle im sanierten, denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Hauptpost am Bahnhof.

Alter Friedhof

Noch ein Stück weiter findet man in der Parkanlage des Alten Friedhofs beeindruckende Grabstätten aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit zum Teil großzügig gestalteten architektonischen Aufbauten.

Der Grüne Weg durch Memmingen

Der Grüne Weg zeigt die grüne Seite Memmingens mit Parkanlagen, Toren und Türmen. Dieser Rundweg eignet sich hervorragend für Familien mit kleinen Kindern.

Hexenturm

Der Hexenturm als ältester von drei Gefängnistürmen, früher „Ehebrecherturm“ genannt, ist einer der zahlreichen Türme, die das Stadtbild prägen. Der Turm beim Zollergarten ist Teil der Stadtmauer, die den Park nach Süden abschließt. Der Zollergarten auf einem zugeschütteten Wassergraben gehört neben Hubergarten, Ratzengraben/ Zollergraben, Kohlschanze, Reichshain, Kaisergraben, Hohe Wacht, Westertorplatz und Grimmelschanze zu den grünen Oasen Memmingens.

Einlass

Das Einlass-Stadttor wurde 1475 erbaut und war Teil der Ummauerung der nördlichen Vorstadt. Der Turm diente als Stadttor für Zuspätkommende nach Torschluss der großen reichsstädtischen Tore. Der Einlass erfolgte gegen Entgelt. Das Tor mit seinem feingegliederten Giebel gilt als schönstes Tor Memmingens.

Ulmer Tor

Das hohe, mächtige Tor im Norden der Stadt ist typisch für den Baustil vor dem 30-jährigen Krieg. Die Bemalung zeigt den Einzug von König Maximilian in Memmingen im Jahr 1489.

Parishaus

Das Parishaus in der Ulmer Straße aus dem Jahr 1736 war das erste Barockhaus in der Stadt. Der Besitzer trug den Namen Paris. Das frühere Ausstellungshaus ist nicht mehr öffentlich zugänglich.

Westertor

Das Westertor war ein hohes Satteldachtor aus dem 14. Jahrhundert. 1660 erhielt es nach seiner teilweisen Zerstörung im 30-jährigen Krieg seine heutige Gestalt mit Oktogon und Haube. Es verbindet die Innenstadt mit dem westlichen Stadtgebiet.

Lindauer Tor

Das Lindauer Tor im Südwesten der Innenstadt aus dem Jahr 1371 war das Tor am wichtigen Handelsweg nach Lindau und der Schweiz. Die eingemauerte Kanonenkugel stammt aus der neunwöchigen Belagerung der Stadt 1647. Das zerstörte Tor wurde im sogenannten „Gartenhausstil“ wieder aufgebaut.

Kempter Tor

Das 1393 erbaute Kempter Tor im Süden der Stadt zeigt die Urform der einstigen Tore und Türme Memmingens. Daneben ist die erhaltene eindrucksvolle, hohe Stadtmauer an der Hohen Wacht mit Wehrgang zu bewundern. Die Besichtigung der Hohen Wacht mit Wehrgang ist nur im Rahmen einer Stadtführung möglich.

Kunst und Kultur in Museen

Die vielfältige Museumslandschaft Memmingens lädt Besucher ein, sich über Stadtgeschichte und Bildende Kunst in Memmingen zu informieren.

Stadtmuseum im Hermansbau

Das Stadtmuseum im spätbarocken Stadtpalais Hermansbau in der Hermansgasse präsentiert die Stadt- und Kulturgeschichte Memmingens mit zahlreichen Exponaten, die das Leben der Menschen der Stadt in früheren Jahrhunderten lebendig werden lassen. Die bedeutende Rolle, die das Gemeinwesen in Gewerbe und Handel, Politik und Religion spielte, wird in der Ausstellung deutlich. In der Abteilung „Leben in der Reichsstadt Memmingen“ wird den Besucher/innen eine erlebnishafte Begegnung mit der Stadtgeschichte vermittelt. Mehrere Räume mit zum Teil originaler Ausstattung zeigen Beispiele patrizischer Wohnkultur.

Die Besichtigung der Barockgalerie mit den eindrucksvollen Gemäldezyklen „Die Vier Elemente“ und „Die Vier Jahreszeiten“ von Johann Heiss (1640-1704) und den hochwertigen, prächtigen Beispielen der Feinkeramik der Memminger Fayencenmanufaktur „Künersberg“ sollte man nicht versäumen.

Im Museum sind außerdem Abteilungen der Vor- und Frühgeschichte und dem jüdischen Leben in Memmingen von 1862 bis 1942 gewidmet.

Die Dauerausstellung wird durch Wechselausstellungen zu Themen der Stadtgeschichte ergänzt.

Museen im Antonierhaus

Der Museumstrakt des Antonierhauses am Martin-Luther-Platz 1 befindet sich in Teilen der gut erhaltenen Vierflügelanlage des ehemaligen Krankenspitals des Antoniterordens aus dem 15. Jahrhundert.

Das Antoniter-Museum präsentiert die Haus- und Alltagsgeschichte des Hospitalordens in Memmingen von 1214 bis 1562, der sich ausschließlich der Heilung des sogenannten „Mutterkornbrandes“ widmete. Die Krankheit, bei der die Gliedmaßen abstarben, wurde durch den Genuss von pilzbefallenem Getreide verursacht.

Das besondere Museumskonzept besteht in der gelungenen Übereinstimmung von musealen Inhalten und den tatsächlichen Räumlichkeiten. Die Besucher/innen betreten die Flure und Zimmer, in denen Bewohner und Kranke vor 500 Jahren lebten.

Das Strigel-Museum ist der Künstlerfamilie Strigel gewidmet, die im 15. und 16. Jahrhundert weithin bekannte spätgotische Kunstwerke von hohem Wert schufen. Zu bestaunen sind eine Reihe von Porträts und Altargemälden von Bernhard Strigel (1460-1528), der Porträtmaler am Hofe Kaiser Maximilians I. war, sowie Gemälde und Skulpturen von anderen Angehörigen der Künstlersippe der Strigel. Zu sehen sind auch Beispiele spätgotischer Marienfrömmigkeit und Skulpturen dieser Kunstepoche.

MEWO Kunsthalle

Die MEWO Kunsthalle in der Bahnhofstraße 1 zeigt in wechselnden, ambitionierten Ausstellungen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Kunstwerke auf der 750 qm großen Ausstellungsfläche bieten Besucher/innen direkten Zugang zur zeitgenössischen Kunst.

Die Präsentation erstreckt sich über drei Etagen rund um den überdachten Lichthof des ehemaligen königlich bayerischen Postamts, von der großzügigen Eingangshalle bis zum erstklassig besetzten Grafikkabinett im Dachgeschoss.

Alle städtischen Museen sind von Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 – 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Stadtführungen durch Memmingen

In Memmingen werden über das ganze Jahr Stadtführungen angeboten. Von Ende April bis Ende Oktober finden jeden Freitagabend um 19 Uhr öffentliche Stadtführungen statt. Außer den Freitagabendterminen gibt es noch weitere öffentliche Stadtführungen an Sonderterminen.

Die Stadtführungen werden vom erfahrenen Team der Gästeführer/innen, teils im Kostüm, mit viel Fachwissen und Witz begleitet. Hier erfährt man Interessantes über Memmingens Geschichte, Sehenswürdigkeiten und bedeutende Persönlichkeiten und lacht über lustige Anekdoten.

Die Führungen beginnen meist am Brunnen am Marktplatz. Für die öffentlichen Führungen, die von Ende April bis Oktober jeden Freitagabend um 19:00 Uhr angeboten werden, ist keine Anmeldung erforderlich.

Die klassische Stadtführung „Zauber der Altstadt – Memmingen zum Kennenlernen“ gibt es in 2 Variationen. Bei der Führung „Zauber der Altstadt – Prunk und Pomp – edle Patrizier“ werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im nördlichen Teil Memmingens angegangen. Die Führung „Zauber der Altstadt – Leinen und Leder – stolze Handwerker“ beinhaltet als Höhepunkt die Begehung der Stadtmauer in der Südstadt. Die klassischen Stadtführungen gibt es auch in Fremdsprachen oder speziell für geh- oder sehbehinderte Menschen. Neben den klassischen Stadtführungen bietet die Stadt Memmingen ein breites Angebot an Themenführungen, Kostümführungen, Wanderführungen, Kunstführungen, Kinderführungen und Stadtführungen zur Zeitgeschichte und der Reformation.

Alle Neuheiten und das Programm mit allen Terminen und Beschreibungen ist in der Touristinformation erhältlich und steht auch zum Download auf der Homepage der Stadt Memmingen bereit. Alle angebotenen Führungen sind auch für Gruppen nach Terminverfügbarkeit bei der Touristinformation Memmingen buchbar.

Weitere Informationen findet man unter www.memmingen.de

Veranstaltungen

Im Jahreslauf erfreuen zahlreiche Konzerte, Theateraufführungen und Kunstausstellungen die Kulturfreunde/innen in Memmingen.

Die Bühnen des Landestheaters Schwaben, das seinen Sitz in Memmingen hat, bieten mit ihren drei Spielstätten ein kontrastreiches Programm und einem Repertoire von der Antike bis zu modernen Stücken, vom Klassischen Drama bis zur Rockoper.

Im Parterretheater im Künerhaus in der Künergasse treten Kabarettisten, Musiker und Laienkünstler auf. Auftritte von bekannten Künstlern auf Gastspielreisen finden in der Stadthalle statt.

Die Memminger Meisterkonzerte im kleinen Saal der Stadthalle oder im Kreuzherrnsaal begeistern mit hervorragenden Aufführungen. Bei den Kirchenmusikreihen in den Kirchen St. Josef und St. Martin treten renommierte Solisten auf.

Die beliebte Memminger Musiknacht lädt mit einem bunten Live-Musik- Programm in die zahlreichen Kneipen und Cafés der Altstadt. Stars der Rock-, Pop oder Musicalszene gastieren in der Stadthalle.

Die wechselnden Ausstellungen regionaler und auswärtiger Künstler in der MEWO Kunsthalle, im Antoniersaal und im Kreuzherrnsaal ziehen viele kunstinteressierte Besucher/innen an.

Beim zweiwöchigen Kulturfest „Memminger Meile“ im Juni/Juli treten Künstler aus Nah und Fern auf Straßen, Plätzen und in Parks auf mit Musik, Kabarett, Straßentheater und vielem mehr.

Infos unter www.meile.memmingen.de

Feste und Märkte in Memmingen

Zu den viel besuchten Messen in der Stadthalle in Memmingen gehören die Hochzeitsmesse im Januar, die Freiraum Messe im Februar, die Bauen – Leben – Umwelt Messe im März, die Tattoo Convention im September sowie die Gesundheitstage und die Naturheiltage im November, die abwechselnd alle zwei Jahre stattfinden.

Die große Verbraucherausstellung „MIR“ – Miteinander in der Region im Juni in der Stadionhalle befasst sich mit Themen wie Bau, Gesundheit, High-Tech und vielem mehr.

Beim Einkaufs- und Familientag „Memmingen blüht“ am Samstag vor Muttertag wird die Altstadt in ein Blütenmeer mit Verkaufsständen von Floristen und Landschaftsgärtnern verwandelt.

An einem Wochenende Anfang Juni ist die gesamte Innenstadt bei der „Street Food Meile“ ein einziger Schlemmertreff.

Das traditionelle Stadtfest an einem Samstag im Juni vereint Jung und Alt bei Unterhaltung, Musik, Speisen und Getränken auf dem Marktplatz.

Das Fest der Kulturen an einem Samstag Ende Juni erwartet die Besucher mit volkstümlichen Tänzen und Liedern aus aller Welt sowie mit multikulturellen kulinarischen Genüssen.

Bei der Langen Nacht der Kultur im Sommer öffnen sich Institutionen des Memminger Kulturlebens und verwandeln die Innenstadt in einen Kunstraum zum Staunen und Mitmachen. Lesungen und Geschichten, Kurzfilme und Musik, Laienspiel und Spitzenkräfte, Handwerk und Verweilen bieten dem Publikum einen erlebnisreichen Weg durch Kunst und Kultur. Freier Eintritt in allen Institutionen.

Das Kinderfest im Juli gehört zu den historischen Festen in Memmingen mit historischem Kinderfestumzug der Memminger Grundschulkinder vom Marktplatz zum Stadion.

Beim traditionellen Fischertag im Juli, Memmingens höchstem Feiertag, treten etwa tausend Memminger Stadtbach-Fischer frühmorgens zum Wettkampf an. Derjenige, der die schwerste Forelle mit seinem „Bären“, ein Memminger Ausdruck für ein handliches Gabelnetz, aus dem Bach fischt wird unter Jubel zum Fischerkönig gekrönt und mit einem Umzug mit historischen Gruppen und Musik geehrt. In den Straßen der Stadt bieten Kapellen und Bands schon am Abend vorher ein buntes Musikprogramm und die leiblichen Genüsse kommen auch nicht zu kurz.

Historische Wallenstein-Woche

Seit 40 Jahren stellen die Bürger Memmingens ihre Geschichte in Europas größtem Historienspiel dar, in dem die Rolle Memmingens im Dreißigjährigen Krieg gezeigt wird. Alle vier Jahre (die nächsten Male 2020 und 2024) wird in einer Woche im Juli an den Sommer 1630 erinnert, als Albrecht von Wallenstein als Feldherr der katholischen Liga in Memmingen Quartier nahm. Seine prunkvolle Hofhaltung im Fuggerbau in Memmingen entfaltete sich mit einem Heer von Hunderten Pferden, Wagen und Kutschen. Zahlreiche Aufführungen und Darbietungen machen die historische Woche zu einem besonderen Erlebnis mit Unterhaltung für die ganze Familie.

Zur Eröffnung wird die Verkündung, das der katholische Oberbefehlshaber Wallenstein in der protestantischen Stadt Memmingen sein Lager aufschlagen wollte, in einem kurzen Theaterstück auf dem Marktplatz nachgespielt. Danach wird der Einzug Wallensteins in die Stadt mit rund 4.500 Mitwirkenden, etwa 300 Pferden und über 40 Wagen wirklichkeitsgetreu dargestellt. Auf dem Marktplatz werden in Theateraufführungen die Geschichte, die Erlebnisse und die Schicksale der Bürger während des Aufenthalts von Wallenstein und seinem Tross gezeigt.

Bei den Reiterspielen im Reichshain präsentieren Reiter spektakuläre Kunststücke und messen von Feuer und Lichteffekten umrahmt im Wettstreit ihre Geschicklichkeit.

Bei den Lagerspielen Grimmelschanze entführen Gaukler, Jongleure, Akrobaten und Musiker die Besucher in die Welt der Phantasie.

Der Marktplatz verwandelt sich beim Tanz auf dem Kopfstein in einen Tanzsaal. Im Anschluss daran ziehen in einem Sternmarsch die Truppenteile mit einem Fackelzug auf den Marktplatz.

In einer eindrucksvollen Darstellung durch alle Soldatengruppen wird gezeigt, wie langwierig und anstrengend ein Gefecht in der damaligen Zeit war.

Während der Festwoche findet auf den Plätzen der Innenstadt ein historischer Markt mit vielen Ständen und vielfältigen kulinarischen und Verkaufsangeboten statt.

Beim Memminger Weinfest Anfang September bieten Weinhändler aus mehreren Regionen ihre Produkte mit passenden Schmankerln auf dem Weinmarkt an. Für fröhliche Feststimmung mit Musik ist gesorgt.

Rund 200.000 Besucher treffen sich im Oktober beim einwöchigen Jahrmarkt mit über 90 Schaustellerbetrieben auf Straßen und Plätzen am Rand der Innenstadt. Hierzu gehört auch der beliebte Krämermarkt mit mehr als 150 Verkaufsständen.

Der mehrwöchige Christkindlesmarkt auf dem Marktplatz bietet romantisches Ambiente mit zahlreichen Ständen voller Leckereien und Geschenkartikeln. Gesangs- und Bläsergruppen sorgen mit festlichen Klängen für Weihnachtsstimmung. Das Christkind erzählt den andächtig lauschenden Kleinen Märchen und auch das Kasperle sorgt für Vergnügen bei den Kindern.

Begleitet wird der Markt von der lebensgroßen Madlenerkrippe im beleuchteten Innenhof des Antonierhauses und einer Ausstellung mit Bildern des Memminger Malers Josef Madlener, dem Meister der schwäbischen Weihnacht. Eine lange Einkaufsnacht im Lichterglanz am Freitag vor dem 1. Advent mit Musikunterhaltung und Feuerwerk, eine unterhaltsame Winterausstellung im Stadtmuseum sowie ein „Kulinarischer Wintermarkt“ Mitte Dezember auf dem Schmiedplatz gehören ebenfalls zum Adventsprogramm.

Freizeit und Sport in Memmingen

Das rege Vereinsleben in Memmingen mit zahlreichen unterschiedlichen Angeboten im sportlichen, kulturellen und geselligen Bereich sorgt für vielfältige Freizeitmöglichkeiten.

Das breite Angebot an Sportstätten umfasst mehrere Sportstadien und Sporthallen, ein Eisstadion, ein Hallen- und ein Freibad, eine Golfanlage sowie Tennisplätze und einen Stadtpark mit Kinderspielplatz und sogar einer Wakeboard Anlage.

Radfahren

In der abwechslungsreichen Voralpenlandschaft rund um Memmingen wartet unbeschwertes Radelvergnügen auf Freunde des Radwanderns. Ein Radwegnetz von über 1.000 Kilometern verbindet die Radwege der Region und lädt zu Erkundungstouren ein. Eine einheitliche Beschilderung mit Zielwegweisern und Entfernungsangaben sorgt für gute Orientierung. Die Radkarte „Radfahren im Kneippland Unterallgäu“ bietet alle wissenswerten Informationen. Sie ist gegen geringes Entgelt bei der Touristinformation erhältlich. Der beliebte Iller Radweg, ein vier Sterne Premiumradweg hat einen Zubringerweg in die Memminger Innenstadt.

Memmingen ist an die Radrunde Allgäu, einem 4-Sterne klassifizierten Radfernweg, angebunden.

Glückswege

Auch für Wanderer gibt es eine passende Karte mit dem Titel „Wandern im Kneippland Unterallgäu“. Im flachen Gelände mit den sanften Hügeln der herrlichen, aussichtsreichen Voralpenlandschaft, das für genussvolle Wanderungen hervorragend geeignet ist, kann man traumhafte Wanderwege im Wald, über Wiesen oder durch idyllische Flusstäler genießen.

Hier findet jeder die Tour nach seinem Geschmack; Themenwege wie der Walderlebnisweg, eine Wanderung auf den Spuren von Pfarrer Kneipp, oder ein Pilgerweg gehören zu den abwechslungsreichen Angeboten.

Ab Frühjahr 2021 wird es im Unterallgäu zusätzlich 14 erlebnisreiche neue Wander- und Radrundtouren, sogenannte „Glückswege“ geben. 11 Wanderrundwege und 3 Radrundtouren führen die Besucher zu den freizeittouristischen Höhepunkten im Unterallgäu. Jeder Glücksweg steht zudem unter einem besonderen Thema wie beispielsweise „Freiheit“ in Memmingen, Planeten in Ottobeuren, Kneipp in Bad Wörishofen oder das Thema „Storch“ in Kirchheim.

Außerdem ist Memmingen auch Etappenziel auf der Wiesengängerroute der Wandertrilogie Allgäu.

Orts- und Infrastruktur

Parken

Über 2000 Plätze warten in den Parkhäusern der Innenstadt auf Gäste, die von dort aus zu günstigen Gebühren alle Bereiche der Stadt erkunden können. Diese Parkhäuser sind unmittelbar an den Altstadtring angebunden. Der Autofahrer wird durch ein elektronisches Parkleitsystem ohne Umweg zum nächsten freien Parkhaus geleitet. Am Bahnhof steht sogar eine überdachte Fahrradabstellmöglichkeit zur Verfügung und am Schrannenplatz haben Besucher die Möglichkeit ihr E-Bike während ihres Aufenthalts kostenlos zu laden. Am Naherholungsgebiet Stadtpark Neue Welt mitten im Grünen und doch fußläufig zur Innenstadt ist auch der Wohnmobilparkplatz gelegen.

Wirtschaftsstandort

Die kreisfreie Stadt Memmingen übernimmt als Oberzentrum für einen großen Einzugsbereich wichtige zentralörtliche Versorgungsfunktionen. Dies wird im Bereich der Wirtschaft besonders deutlich. So ist die Stadt mit ihren Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsbetrieben täglich das Ziel von 19.660 Einpendlern, die ihrer Arbeit nachgehen oder die Angebote der attraktiven Einkaufsstadt nutzen.

Die 31.520 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Memmingen sind über alle Wirtschaftssektoren verteilt, wobei das produzierende Gewerbe seit jeher sehr stark ausgeprägt ist. Doch auch die Sektoren Dienstleistungen und Handel gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Bildung

Neben allen Schultypen von Grund- über Haupt- bis zu weiterführenden Schulen und Berufsschulen bietet Memmingen auch die Möglichkeiten der Erwachsenenbildung über die Volkshochschule mit über 700 Kursen im Semester.

Tagungsmöglichkeiten

Die Stadthalle Memmingen bietet Tagungsfläche für 10 – 1.000 Personen. Mehrere Räume machen eine flexible Nutzung von der Tagung über Schulungen, Festliche Anlässe oder Ausstellungen möglich. Weitere Veranstaltungsflächen bietet das Kaminwerk Memmingen, Tagungen sind auch in den Räumlichkeiten verschiedener Hotels möglich.

Unterkünfte und Gastronomie

10 Hotels, darunter vier 4-Sterne Häuser, Gasthöfe und eine Pension bieten über 1.000 Betten an. Darüber hinaus können Gäste auch aus vielen Ferienwohnungen, Privatzimmern und Boarding Houses wählen. Über 80 Gastronomiebetriebe bieten allein in der Innenstadt ein breites Spektrum an Möglichkeiten für jeden Anlass.

Memmingen – Wichtige Adressen und Telefonnummern

Touristinformation Memmingen
Marktplatz 3
D-87700 Memmingen
Tel. +49 (0)8331 850 172
Fax +49 (0)8331 850 178
info@memmingen.de

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