Wolfenschiessen

im Engelbergertal

Wolfenschiessen (514 m ü. M.) im Engelbergertal reicht bis zum Rotstöckli (Titlis) (2901 m ü. M.) und grenzt im Süden an den Titlis und Jochpass, über den man ins Berner Oberland gelangt. Als Wander- und Skigebiet sind die Alpen sehr beliebt. In einem hoch gelegenen östlichen Seitental, 400 m oberhalb des Engelbergertals, ca. 4 km vom Dorfkern entfernt, liegt Oberrickenbach (894 m ü. M.). Ebenfalls zur Gemeinde Wolfenschiessen gehört der Weiler Altzellen (658 m ü. M.). Östlich des Engelbergertals ragt zwischen den bewohnten Gemeindeteilen der 1341 Meter hohe Wellenberg empor.
Kurzer Blick ins Geschichtsbuch
Das Güterverzeichnis des Klosters Muri von 1065 nennt Kernalp, Sinsgäu und Trübsee, Alpen innerhalb der Gemarkung. Das untere Engelbergertal war schon von den Kelten, Römern und ab dem 6. Jahrhundert von den Alemannen besiedelt. Bei der Schlacht von Arbedo 1422 starben die letzten Nachkommen der Ritter der Burg „Flüglislo“.

Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche

Im Ortskern befindet sich die 1775 erbaute spätbarocke Gemeindekirche Maria Geburt. Bei der Innenrenovierung 1985/87 wurden Fundamente des ersten Gotteshauses von 1277 freigelegt. Im Zuge dieser Renovierung entfernte man die Deckengemälde von 1907, so dass heute die ursprünglichen barocken Gemälde bewundert werden können.
Berg- und Talkapellen
Die Oberrickenbacher Heiligenkreuzkapelle erbaute Johann Singer in den Jahren 1786/87. Auf dem Altzellerberg weihte 1482 der Konstanzer Weihbischof Daniel die St. Joder Kapelle. Das kunstvolle, spätgotische Rippengewölbe im Chor und die teils aus der Bauzeit stammenden Fresken sind sehr gut erhalten. Seit 1620 steht die St. Sebastiankapelle im Dörfli. Die Seitenwände und das Chor wurden von Sebastian Gysig aus Sarnen ausgemalt. 1693 wurde die jetzige Friedhofkapelle als offenes Torhaus gebaut. Die Stutzkapelle, am Eingang des Oberrickenbachertales, wurde 1883 zu Ehren der „Schmerzhaften Muter Maria“ eingeweiht. Auf der Bettelrüti, am westlichen Abhange des Wellenberges, erbauten die Kilchgenossen von Wolfenschiessen 1698 eine Mutter Gottes Kapelle. Hier hatte sich Bruder Konrad Scheuber 1547 bis 1559 als Einsiedler niedergelassen. 1935 wurden die Kapelle „Unserer lieben Frau“ auf Trübsee, 1947 die St. Josefs Kapelle auf Bannalp eingesegnet.
Hechhuis
Das Hechhuis wurde 1586 erbaut. Besonders beachtenswert sind der Rittersaal und der Dachreiter. Der Bauherr war Oberst Ritter Melchior Lussi von Stans (1529 – 1606). Heute gehört das Hechhuis den Nachkommen des berühmten Basler Dichters Dr. Emanuel Stickelberger.

Freizeit und Sport
Bergbahnen

Von den Oberrickenbacher Seilbahnen bietet insbesondere die kleine 8er Kabine hinauf zum Bannalpsee mit ihrem freien Durchhang vor der senkrechten Felswand eine lohnende Fahrt. Auf der Bannalp genießt der Bergfreund einen herrlichen Blick zu den Walenstöcken.
Brändlen-Seilbahn
Die Seilbahn bringt ihre Fahrgäste von Wolfenschiessen auf das Hochplateau des Brändlen (1200 M.ü.M.) am Fuße des Haldigrats. Brändlen-Seilbahn, Familie Ueli Schmitter, Telefon +41 (0)41 628 28 21, info@berghof.ch, www.berghof.ch
Wandern
Vor allem der Ortsteil Oberrickenbach und die oberhalb gelegene Bannalp mit ihrem See sind Ausgangspunkt für alpine Spaziergänge und Wanderungen, z. B. über den Haldigrat nach Niederrickenbach mit seinem Benediktinerinnen- Kloster oder unterhalb der Walenstöcke entlang nach Engelberg oder über den Pass Schonegg in Richtung Urnersee.
Berggasthaus Haldigrat
Für viele landschaftlich reizvolle Wandertouren ist Haldigrat Start und Ziel. Informationen zu den Touren finden Interessierte auf der Website www.haldigrat.ch

Gemeinde Wolfenschiessen
Hauptstraße 20
CH-6386 Wolfenschiessen
Tel. +41 (0)41 628 15 50
Fax +41 (0)41 628 15 80
gemeindeverwaltung@wolfenschiessen.ch
www.wolfenschiessen.ch