Das Rafzerfeld – von der Korn- zur Kieskammer
So häufig es den Dorfnamen Wil auch gibt; kein Wil hat derart markante Wahrzeichen wie das Wil im Kanton Zürich. Wil liegt in der früheren Kornkammer, im Rafzerfeld. Die Kirche wacht über das gesamte Gebiet, der Wald schützt vor heftigem Westwindwetter und speichert das begehrte Trinkwasser und die gewaltigen Kiesgruben versorgen den ganzen Kanton mit hochwertigem Kies.
Als Rafzerfeld bezeichnet man die größte Ebene des Kantons Zürich. Die vier Rafzerfeldergemeinden Rafz, Wil, Hüntwangen und Wasterkingen sind von alters her ausgesprochene Rebgemeinden, die sich in den windgeschützten Nischen angesiedelt haben. Die Stadt Zürich erwarb vom 15. bis 17. Jahrhundert das Rafzerfeld, das lange Zeit als begehrte Kornkammer galt. Die Kiesböden eigneten sich ausgezeichnet als Ackerland und tun das natürlich auch heute noch. Das weite Feld ist ideal für den Anbau von Getreide, Kartoffeln, Raps, Zuckerrübe, Mais und Kunstwiesen. Um die Dörfer liegen Baumgärten und Obstkulturen, am Hang gedeihen Reben und Beeren, an Steilhängen erstrecken sich ausgedehnte Wälder.
Kurzer Blick ins Geschichtsbuch
Die erste urkundliche Erwähnung von Wil ist für das Jahr 1216 nachgewiesen. Der Name leitet sich aus dem lateinischen villa für Guts- und Herrenhof ab. Im Mittelalter übten die Klettgaugrafen von Tengen und die Habsburg- Laufenburger sowohl Herrschaft als auch die hohe Gerichtsbarkeit aus. Im Jahr 1651 erkaufte Zürich die Hohe Gerichtsbarkeit. Wil übernahm die Reformation 1523, in der Folge bestimmten die Zürcher den Pfarrer und den Landvogt. 1798 und in den napoleonischen Kriegen besetzten Franzosen, Österreicher und Russen Wil.
Freizeit und Sport
Schwimmbad Rafz-Wil
Das Schwimmbad verfügt über ein 5-Bahnen-Schwimmbecken mit 25 Metern Länge, Sprunganlage und Nichtschwimmerbecken. Für Kinder gibt es ein separates Planschbecken, eine 30-Meter-Rutschbahn und einen Spielplatz.
Gemeindeverwaltung
Dorfstraße 15ª
CH-8196 Will
Telefon +41 (0)44 879 20 80
Fax +41 (0)44 879 20 81
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