Wasterkingen

Riegelbauten säumen des Wanderers Weg

Wasterkingen liegt im nordwestlichsten Zipfel des Rafzerfeldes. Auf der Durchgangsstraße nach Hohentengen, von Eglisau oder von den anderen Rafzerfelder Dörfern kommend, sieht man kurz vor der Schweizer Grenze rechter Hand eine in den Hang des Kaltwang gebettete Siedlung. Die ursprünglichen Siedlungsformen sind auch heute noch gut erkennbar; zwei in den Windschatten geduckte Haufendörfer, die durch eine Verbindungsstraße zusammengewachsen sind. Wasterkingen gehört zu den Dörfern mit einem Ortsbild von regionaler Bedeutung. Das Dorf mit seinen prächtigen Riegelbauten, aus deren Mitte ein Kirchturm emporsteigt, erfreut heute das Auge vieler Wanderer.
Kurzer Blick ins Geschichtsbuch
Wasterkingen, eine Siedlung alemannischen Ursprungs, wurde 1102 erstmals erwähnt. Wie die übrigen Dörfer des Rafzerfeldes gehörte es zur früheren Landgrafschaft Klettgau. Die hohe Gerichtsbarkeit, die seit 1408 von den Grafen von Sulz ausgeübt wurde, ging erst 1651 an die Stadt Zürich über. Die aus dem gräflichen Schild stammenden drei roten Spitzen im Gemeindewappen weisen noch heute auf die mittelalterlichen Besitzverhältnisse hin. Einige Bekanntheit erlangte Wasterkingen durch den letzten Hexenprozess des Kantons im Jahre 1701, als acht Dorfbewohner (sieben Frauen und ein Mann) wegen Hexerei hingerichtet wurden.

Gemeindeverwaltung
Vorwiesenstraße 172
CH-8195 Wasterkingen
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