Wiege des Müller Thurgau
Tägerwilen liegt am Seerhein, Verbindung vom Obersee zum Untersee, grenzt im Osten an Kreuzlingen und Konstanz, im Süden an Kemmental und Wäldi, im Westen an Ermatingen und im Norden an Gottlieben.
Der Sonderfall Tägermoos
Ein Sonderfall in der Gemeindegeschichte ist das Tägermoos, die weite Ebene zwischen dem Grenzbach zur Stadt Konstanz und der dörflichen Siedlung. Dieses rund 155 ha große Gebiet liegt auf schweizerischem Hoheitsgebiet und gehört zu 80 % der Stadt Konstanz. Es ist bei Spaziergängern, Wandervögeln und Naturfreunden gleichermaßen beliebt. Der größte Teil dieses einstigen Sumpfund Weidegebietes hat sich zum sehr fruchtbaren Ackerland gewandelt mit betont bevorzugtem Gemüsebau.

Kurzer Blick ins Geschichtsbuch
Erste Spuren einer Besiedlung im näheren Umkreis des Dorfes stammen aus der Zeit um 4000 v. Chr. Verschiedene Funde belegen auch die Besiedlung während der Bronzezeit und durch die Kelten. Aus den Endungen der Namen lässt sich die Besiedlungszeit in etwa ablesen. Die Endung „…wilen“ deutet hin auf 7. bis 8. Jahrhundert.

Sehenswürdigkeiten
Burgruine Castell
Lässt man seinen Blick über Tägerwilen schweifen, wird die Sicht von der Burgruine Castell mit ihrem zirka 15 Meter hohen Aussichtsturm beherrscht. Die Burg Castell wurde im 12. Jahrhundert durch Bischof Ulrich von Konstanz errichtet und während des Schwabenkrieges 1499 von den Eidgenossen zerstört. Zusammen mit dem später erbauten Schloss Castell bildet die über hundert Meter lange und etwa zwanzig Meter breite Anlage ein einzigartiges Kulturdenkmal, das ein beliebtes Ausflugziel darstellt. Ein attraktiver Rastplatz mit neuer Feuerstelle lädt zum Besuch ein. Die Burgruine ist öffentlich zugänglich. Der Ruinenturm ist jeweils von Montag bis Freitag zwischen 11.00 und 18.00 Uhr geöffnet, im Winter bis 17.00 Uhr.
Schloss Castell
Gegenüber der Burgruine steht das Schloss Castell, erbaut 1725. Gegenwärtig ist das Schloss in Privatbesitz. Der Zutritt ist nicht gestattet. Das heutige Aussehen des Schlosses erhielt das Gebäude durch die Familie Scherrer zwischen den Jahren 1778 und 1794. Seit vier Generationen ist das Schloss Castell im Besitz der Familie von Stockar.
Müller-Thurgau
Das Geburtshaus des Prof. Hermann Müller befindet sich in Tägerwilen. Es handelt sich um das Riegelhaus bei der Einmündung der Müller-Thurgau- Straße in die Hauptstraße. Eine Büste vor dem Haus erinnert an diesen großen Wein-Pionier.

Alte Säge
Im 19. Jahrhundert betrieben einige Tägerwiler Mühlen und Sägereien. Leider sind die meisten verschwunden: zerfallen, abgebrannt oder abgerissen. Ein eigens gegründeter Sägeverein renovierte in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Säge am Allmendbach, eingangs vom Allmendtobel. Die Säge wird heute wieder mit Wasserkraft angetrieben und ist voll funktionsfähig. Führungen werden auf Anfrage angeboten. Weitere Informationen: Präsident Niklaus Lussi sen., Palmenweg 9, Tägerwilen,Tel. +41 (0)71 669 16 04. Die separate Sägestube eignet sich gut für kleinere Empfänge oder Apéros, die hier einen originellen Charakter bekommen.
Ernst Kreidolf
Der Kunstmaler Ernst Kreidolf stammte aus der Familie Kreidolf und durchlebte seine Jugendzeit im Staudenhof in Tägerwilen. Er ist vor allem berühmt als Schöpfer von Blumenmärchen. Im Gemeindehaus ist ein Sitzungszimmer heute als „Ernst- Kreidolf-Zimmer“ ausgestattet und zeigt einige Originale seiner Werke. Der Brunnen vor dem Gemeindehaus wurde als Erinnerung an den bekannten Künstler erstellt. Ebenfalls erhielt eine Straße seinen Namen. Sie ist eine Verbindung von der Hauptstraße zur Castellstraße. Anlässlich seines 150sten Geburtstages wurde im Jahre 2013 eine Ausstellung organisiert.

Kunst & Kultur
Über 30 Dorfvereine bilden die Grundlage für die Vielfalt kultureller, sportlicher, wirtschaftlicher und politischer Tätigkeiten.
Feste, Festivals und sonstige Events
Alle 5 Jahre wird ein Märchenumzug durchgeführt, der nächste im Jahr 2028.
Volkstümliche Bräuche
Das Chlausenlaufen und das Präsentieren von märchenhaft gestalteten Umzügen gehören heute zu fest etablierten Dorftraditionen.

Freizeit & Sport
Im Sommer
Wandern
Eine Rundwanderung mit schönen Aussichten führt vorbei am Schloss Castell zum Bodensee und durch sanfte Tobel bis zum Schloss Wolfsberg. Der Rückweg geht durch das alte Fischerdorf Ermatingen und durch Gottlieben – zwei Perlen am Untersee und Seerhein. Unterwegs laden Gasthäuser mit heimischen Spezialitäten zur Einkehr ein. Von Tägerwilen nach Triboltingen Neben dem Steinbock führt der Weg von der Hauptstraße zum Coop, zu den Schulanlagen, zum Palmenweg und zur Konstanzerstraße, die man überquert, um zum Kreisel zu gehen. Rund 100 m westlich erreicht man den Rebberg „Hertler“. Am Ortsende von Tägerwilen geht man bei der Tankstelle über die Hauptstraße (!) und kommt zum Schützenhaus (bei Schießbetrieb eine Straße weiter) und gelangen über das Wiibärgtöbeli auf die Höhe oberhalb Triboltingen, wo man einen herrlichen Blick über den See und die Triboltinger Rebberge genießt.
Die Broschüre „Wanderung durch Rebberge am Untersee“ ist im Vinorama Museum in Ermatingen erhältlich.
Radfahren
Tägerwilen liegt am Bodensee-Radweg. Die 1. Etappe beginnt in Kreuzlingen, führt durch Tägerwilen und endet in Konstanz.
Badespaß
In der Badeanlage Zellersguet gibt es bei freiem Eintritt eine willkommene Erfrischung an warmen Sommertagen. Das Schwimmen im Seerhein ist ein außergewöhnliches Badevergnügen. Neben zwei Grillstellen stehen auch ein Beachvolleyballfeld und Geräte für Kinder zur Verfügung.
Politische Gemeinde Tägerwilen TG
Bahnhofstraße 3
CH-8274 Tägerwilen TG
Tel. +41 (0)71 666 80 20
Fax +41 (0)71 669 27 75
gemeinde@taegerwilen.ch
www.taegerwilen.ch


