Stadtteile Winterthur

Töss
Dem Fluss verdankt es seinen Namen

Die ehemals selbständige Gemeinde Töss wurde 1922 eingemeindet und bildet den heutigen Kreis 4. Der Stadtteil ist nach dem Fluss Töss benannt, der an dieser Stelle durch Winterthur fließt. Der ganze Stadtteil ist durch die viel befahrene Zürcherstraße geteilt, die den Ortskern durchtrennt und die Abgrenzung der beiden Quartiere Eichliacker und Schlosstal bildet. Leicht erhöht über Töss in einem Tal eingebettet befindet sich Dättnau, dass, obwohl es erst in den 1940er-Jahren entstand, inzwischen das größte Viertel des Stadtteils ist. Zum Stadtkreis gehört auch das Quartier Rossberg im Süden, das neben einem kleinen Weiler vor allem vom gleichnamigen Golfplatz geprägt ist. Der heutige Stadtteil Winterthurs hatte früher ein bedeutendes dominikanisches Frauenkloster, das Kloster Töss. Es besaß einen berühmten Kreuzgang. Berühmte Insassen waren unter anderen Elsbeth Stagel und die ungarische Königstochter Elisabeth von Ungarn. Infolge der Reformation des Kantons Zürichs wurde das Kloster geschlossen. In der Folge wurden die Gebäude weitervermietet. Der letzte Teil des Klosters, die Kirche, wurde Anfangs des 20. Jahrhunderts infolge von Umbauarbeiten abgerissen.

Kultur
In Töss befindet sich das Gaswerk, ein alternatives Kulturzentrum in Winterthur. Zudem findet jährlich am letzten Wochenende der Sommerferien die „Tössener Dorfet“ statt, das Dorffest von Töss.
Freizeit und Sport
Als Naherholungsgebiet bietet sich der Sportplatz Reitplatz an, der in der Nähe der Töss liegt. Im Dättnau befindet sich zudem das Naturschutzgebiet „Dättnauerweiher“.
Verkehrsanbindung
Die Hauptverbindung ist die Trolleybuslinie 1, die an der Zürcherstraße entlangfährt. Jedoch fahren einige andere Linien noch durch Töss. Töss besitzt seit 1876 eine Bahnstation an der Bahnstrecke Winterthur– Bülach–Koblenz, die im Zuge der Eisenbahneuphorie in Winterthur durch die Schweizerische Nordostbahn erbaut wurde. Die Station wird von der S41 (Winterthur HB – Bülach – Bad Zurzach – Waldshut) der S-Bahn Zürich bedient sowie vom Nachtzug Winterthur – Bülach.

Wülflingen
Der historische Bahnhof ist Kulturgut

Die ehemals selbständige Gemeinde Wülflingen wurde 1922 eingemeindet und bildet den heutigen Kreis 6. Wülflingen ist der (nord-)westlichste Stadtteil der Stadt Winterthur und grenzt an die Kreise Winterthur, Veltheim im Nordosten und Töss im Südosten. Er liegt zwischen den bewaldeten Hügeln Wolfensberg, Taggenberg und Brüelberg. Der tiefste Punkt der Stadt befindet sich in Wülflingen an der Grenze zu Pfungen mit 393 M.ü.M.
Kurzer Blick ins Geschichtsbuch
Das Dorf Wülflingen wurde von den Alemannen gegründet. Im Jahre 897 wurde Wulfilinga erstmals urkundlich erwähnt, der Name leitet sich vom alemannischen Sippenführer Wulfilo ab. Aus dem Namen Wulfilinga entstand im Laufe der Zeit Wülflingen. Früher war das Dorf vor allem ein Rebbauerndorf, das an den Südhängen des Wolfensbergs Reben gepflanzt hat. Noch heute gibt es dort Reben. Später konnte Wülflingen auch am industriellen Aufschwung teilhaben, auch wenn sich in Wülflingen nur wenige Industriebetriebe angesammelt haben. Jedoch hatte Wülflingen 1802, noch als eigenständiges Dorf, immerhin die erste mechanische Großspinnerei von Europa auf seinem Gebiet. Wülflingen wurde 1922 in die Stadt Winterthur eingemeindet, der ehemalige Dorfcharakter ist im Zentrum um den Lindenplatz noch weitgehend erhalten. Von 1915 bis 1951 verkehrte nach Wülflingen ein Tram, das durch eine Trolleybuslinie ersetzt wurde, die bis heute als Linie 2 nach Wülflingen verkehrt.

Verkehrsanbindung
Wülflingen ist von einer grossen Hauptstraße, der Wülflingerstraße, die von Neftenbach her quer durch den ganzen Stadtteil in die Stadt hineinführt, durchzogen. Winterthur besitzt mit der A1-Ausfahrt Winterthur- Wülflingen auch einen Autobahnanschluss, der direkt in die Wülfingerstraße mündet. Auf dieser Straße verkehrt auch die Hauptlinie Nummer 2 des Stadtbus Winterthur nach Wülflingen. Durch das Schlosstal zum Bahnhof Wülflingen verkehrt die Buslinie 7. Der historische Bahnhof Wülflingen gehört zum Inventar von Kulturgütern regionaler Bedeutung.

Veltheim

Die ehemals selbständige Gemeinde Veltheim wurde 1922 eingemeindet und bildet den heutigen Kreis 5.
Kurzer Blick ins Geschichtsbuch
Veltheim wurde erstmals 774, als Feldhaim urkundlich erwähnt. Im Jahre 1922 erfolgte der Zusammenschluss der Stadt Winterthur mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Oberwinterthur, Seen, Töss, Wülflingen und Veltheim (Eingemeindung).
Ein berühmter Sohn Veltheims war Hans Georg Kägi (1935 bis1966), Maler und Zeichner. Gemeindebibliothek Veltheim Telefon +41 52 222 66 65

Mattenbach
Jüngster Stadtteil von Winterthur

Er wurde erst im Jahre 1973 zum Stadtteil erklärt. Mattenbach liegt zwischen Stadt und Seen. Namensgeber ist der Mattenbach, welcher vom Stadtteil Seen durch Mattenbach fließt und in die Eulach mündet.

Stadtverwaltung Winterthur
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