zwischen Bodensee und St. Gallen
Roggwil liegt malerisch zwischen Bodensee und St. Gallen. Viele stattliche Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert zeugen vom hohen Lebensstandard der damaligen Zeit.
Kurzer Blick ins Geschichtsbuch
Roggwil, ursprünglich Rocconwilare, nach dem Stammesältesten Rocco genannt, geht zurück auf eine alemannische Besiedelung. In einer kaiserlichen Urkunde aus dem Jahre 854 wird Roggwil erstmals erwähnt. Das Dorf und der Turm in Roggwil waren bischöflicher Besitz von Konstanz, die Burg Mammertshofen hingegen mit ihren Höfen südlich des Dorfes bereits Gebiet des Klosters St.Gallen.

Museum
Landwirtschaftliches Museum
In der Gemeinde Häggenschwil wurde in einer 100-jährigen Scheune das Regionale Landwirtschaftsmuseum Ruggisberg eingerichtet, wo den Besuchern historische landwirtschaftliche Geräte aus vergangenen Epochen vorgestellt werden (Tel. +41 (0)71 298 10 90; www.landwirtschaftsmuseum. ch).
Sehenswürdigkeiten
Eine erlebnisreiche Wanderung bietet der Roggwilerweg. Auf einer Gesamtlänge von 8,5 km verbindet er die Sehenswürdigkeiten des Ortes.
Fachwerkbau Traube im Ortskern
Die „Traube“ im Jahre 1751 durch Hauptmann Gallus Soller erbaut. Liebevoll renoviert ist sie ein echtes Schmuckstück der Gemeinde.
Schloss Roggwil
Um das Jahr 1200 erbaute der Bischof von Konstanz einen festen Turm in Roggwil. Seit dem 17. Jahrhundert präsentiert sich die Anlage als schmuckes barockes Landschlösschen.

Schloss Mammertshofen
Mammertshofen ist einer der gewaltigsten Bergfriede in der Schweiz. Er war Sitz der St.Gallischen Marschalken gleichen Namens, deren Geschlecht um 1360 ausstarb. Das Gut wurde 1792 Besitz der Familie Orlandi aus Bevers GR. 1916 wechselte das Schloss durch Erbschaft in der Familie an den Zweig von Planta- Orlandi. Der heutige Besitzer, Otto Vital-von Planta, schaut somit auf einen 212 Jahre alten Familienbesitz zurück. Im Mauerwerk des Bergfrieds aus dem 13. Jahrhundert liegen Findlinge, die bis zu 3 Tonnen wiegen. Der vorragend aufgestockte, hölzerne Obergaden stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert. Umbauten fanden 1591 und 1655 statt. Seither blieb der Bergfried unverändert. Das alte Wohnhaus wurde 1694 unter dem Schultheiss von Konstanz umgebaut und mit einer Kapelle ergänzt. Das Nordwestgebäude, die Zinnenmauer mit neugotischem Spitzbogentor und die Brücke liess Johann Christoph Kunkler 1852 errichten. Seit 1986 erfolgten verschiedene fachgerechte Innenrestaurationen.

Schloss Freidorf
Das Schloss Freidorf zeigt noch heute die typische Großzügigkeit eines Landbesitzes der Barockzeit. Es ist im 17. Jahrhundert durch die damals im Thurgau sehr begüterte Familie Högger von St.Gallen erbaut worden. Heute dient es als Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen.
Buemüli
Die „Buemüli“ gehörte zum Schloss Mammertshofen und war schon 1578 in Betrieb. Mit zwei Wasserrädern wurde gemahlen.
Sägeweiher
Der Säge-Weiher ist ein künstlicher Weiher. Sein Wasser betrieb die direkt unterhalb des Dammes liegende Sägerei. Diese gehörte mit der „Buemüli“ zum Schloss Mammertshofen.
Thurgauer Riegelhaus
Das „Holderegger-Haus“ ist ein typisches Thurgauer Riegelhaus aus dem 17. Jahrhundert. Bemerkenswert sind der „Fensterwagen“ im oberen Stock mit teilweise erhaltenem Brusttäfer. Weil das Haus nur wenig verändert worden ist, beherbergt es eine große Vielfalt alter Einrichtungen.
Evangelische Kirche
Der alte Taufstein von 1746 steht heute im Pfarrgarten. Zwei Glocken stammen ebenfalls aus dieser Zeit. Die Glasfenster sind aus dem Jahr 1881. Der jetzige Taufstein geht auf das Jahr 1899 zurück, und die beiden neueren Glocken sind von 1946. Der Kirchturm hat eine Höhe von 42 m und gilt als Wahrzeichen von Roggwil.

Etwas Besonderes
Obstsortensammlung Roggwil
Die Obstsortensammlung in Hofen bei Roggwil hat auf 4 ha Land über 320 Hochstammbäume gepflanzt mit dem Ziel, alte aussterbende Apfel-, Birnen, Kirschen- und Zwetschgensorten zu erhalten. Die Obstsortensammlung kann frei besichtigt werden. Interessierte Gruppen können Führungen vereinbaren bei Heinz Daepp (Präsident), Tel. +41 (0)71 455 11 53 oder Urs Heinzelmann Tel. +41 (0)71 455 15 68.
Gletscherfindlingsgarten
Der Gletscherfindlingsgarten Hofen entstand aus dem Bau der Umfahrung Arbon. 60 Findlinge erinnern an die Eiszeiten.

Kunst & Kultur
Über 30 Vereine gestalten ein aktives Dorfleben und begleiten mit ihrem Programm das Jahr.
Freizeit & Sport
Der Reiz der Region lässt sich am besten zu Fuss oder per Fahrrad entdecken. Ein ganz besonderes Erlebnis sind Touren während der Blütezeit (April/Mai) der Hochstammobstbäume.
Badespaß
Schwimmbad Arbon mit Seezugang (Tel. +41 (0)71 446 16 40),
Schwimmbad Wittenbach mit Hallenbad (Tel. +41 071 298 52 25) und
Hallenbad Blumenwies (Tel. +41 (0)71 288 12 60) sind bei Alt und Jung stets beliebt.
Gemeindeverwaltung Roggwil
St. Gallerstraße 64
CH-9325 Roggwil TG
Tel. +41 (0)71 454 77 66
Fax +41 (0)71 454 77 55
www.roggwil-tg.ch


