Rieden am Forggensee

Eine Perle im „Südlichen Allgäu“

Rieden am Forggensee (814 m ü. M., 1275 Einwohner) mit seinen Ortsteilen Dietringen und Osterreinen ist malerisch eingebettet in die Allgäuer Voralpenlandschaft. Das idyllische Dorf mit seinen Badeseen und seiner bäuerlich gepflegten Kulturlandschaft lädt ein zu einem erholsamen Aufenthalt.

Kurzer Blick ins Geschichtsbuch
Rieden am Forggensee gehörte zum Hochstift Augsburg, das im 11. bis 13. Jahrhundert entstand, und kam 1803 bei der Säkularisation zu Bayern.

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche “Zu den hl. fünf Wunden“
Die Kirche wurde 1687 nach Plänen von Johann Jakob Herkomer erbaut. 1721 fügte Johann Georg Fischer den quadratischen Anbau an. Der Hochaltar entstand im späten 17. Jh. Das Altarblatt „Der Auferstandene offenbart sich Thomas“ stammt von Josef Keller aus Pfronten. Die Seitenaltäre von 1750 bis 1760 zeigen links eine spätgotische Madonna aus dem Grödnertal. Die Altarblätter von Wiederhut stammen aus dem Jahre 1861 und stellen die Hl. Familie und die Verkündigung dar. An der linken Seitenwand ist Jakobus der Ältere zu sehen, entstanden um 1520, rechts eine Muttergottes, entstanden gegen 1500. Der Kreuzweg stammt von Andreas Miller, Nesselwang, aus der Zeit um 1725.

Filialkirche „St.Urban“
„St. Urban“ steht südlich des Ortes auf freiem Feld an der B 16. Der Friedhof wurde 1533 angelegt. Die Kirche wurde durch Mönche aus dem Kloster St. Mang, Füssen, erbaut und 1734/1735 durch Johann Georg Fischer barockisiert. Der marmorierte Holzaufbau des Hochaltars entstand im späten 17. Jahrhundert. Das Altarblatt zwischen den Säulen, Maria Immakulata und der hl. Urban im Auszug, stammen aus dem Jahre 1882 und kommen aus der Werkstatt Jg. Schradler, Füssen. Das Kruzifix rechts und die Holzfigur, die Christus als Schmerzensmann darstellt, stammen aus dem späten 18. Jahrhundert. Der berühmte Riedener Altar aus dem Jahr 1470 ist heute in der Staatsgalerie des Hohen Schlosses in Füssen zu bewundern.

Votivkapelle „Maria Magdalena“
Diese Kapelle wurde 2004/2005 auf einem Sandsteinfelsen südwestlich von Rieden errichtet. Der Schreiner Johann Streif erbaute sie mit vielen Helfern aus Dankbarkeit darüber, dass er ein langjähriges Leiden überlebt hatte. Die in Südtirol geschnitzte Statue der hl. Maria Magdalena auf dem Altar repräsentiert zugleich die Namenspatronin der Mutter des Stifters.

Museen
Im Puppenmuseum werden wertvolle Sammlerpuppen sowie Teddybären, Marionetten, Theaterpuppen, Puppenstuben und Clowns mit entsprechendem Zubehör ausgestellt. Das Haus selbst stammt aus dem Jahr 1827. Antikes Mobiliar und Puppenwagen geben zusätzlich Einblick in längst vergangene Zeiten.

Kulturelles
Die Theatergruppe Rieden bringt während der Saison Heiteres und Unterhaltsames auf die Bühne des Bauerntheaters. Von Ende Juni bis Ende August finden wöchentlich Standkonzerte der Musikkapelle Rieden statt. Sehr beliebt sind auch die Darbietungen der Alphornbläser.

Feste und Feiern – ein Blick in den Jahreslauf
Die Dorffeste im Sommer mit stimmungsvollen Unterhaltungsabenden locken Einheimische und Gäste gleichermaßen. Für musikalische Umrahmung sorgt u. a. die Musikkapelle Rieden.

Freizeit und Sport

Im Sommer
Der Forggensee bietet zum Segeln und Windsurfen ein wahres Paradies. Immer wieder etwas Besonderes ist eine Schifffahrt auf dem Forggensee (von Anfang Juni bis Mitte Oktober, Anlegestellen Dietringen und Osterreinen), der mit 12 km Länge und 3 km Breite der größte See im Allgäu ist, entstanden 1950 bis 1954 als Lechstausee.

Die am Ort ansässige Yachtschule bietet Kindern und Erwachsenen Surf- und Segelkurse auf dem Forggensee an. Ebenfalls können Boote am See gemietet werden. In der Gleitschirmschule kann man das Gleitschirmfliegen erlernen. Im Kletterzentrum in Rieden findet man eine Kletterlandschaft, die alle Schwierigkeitsgrade abdeckt.

Lachen garantiert heißt es bei den Zaubervorstellungen mit Trixini. Bei eintägigen Zauberseminaren lässt sich der Magier sogar über die Schulter schauen. Außerdem kann man sich bei Vorträgen einweihen lassen in die Kunstsprache Esperanto. Nähere Informationen dazu unter Tel. 08362 925755.

Der Eisstockverein lädt von Mai bis September jeweils am Dienstag von 19 Uhr bis 21.30 Uhr (bei trockener Witterung) zum kostenlosen Asphalt- Stockschießen ein. Von Mai bis Oktober trifft man sich jeweils dienstags um 09.00 Uhr zu Nordic Walking. Anmeldung erforderlich unter Tel. 08362 924595.

Wandern
Die Wiesenwegrunde (ca. 5 km) führt, wie der Name schon sagt, bequem durch die „Wies“ zum Gebiet „Geire Dumpf“. Dabei genießt man den faszinierenden Blick auf die Allgäuer Alpen. Wer den Rundweg Sentenberg-Osterreinen wählt (ca. 4 km), wird entlang des Forggenseeufers mit märchenhaftem Panoramablick über die Bergkette belohnt.

Der unschwere Ausflug zur Dietringer Alm (ca. 6,8 km) schenkt bei herrlicher Sicht immer wieder wahre Postkartenidylle. Den Blick auf Schlösser und Seen bietet der Forggensee-Panoramaweg. Empfehlenswert ist auch der Waldrundweg zum schön gelegenen Faulensee, einem Moorsee, der eingebettet in einer noch sehr ursprünglichen Landschaft liegt. Auf dem etwas längeren Rundweg (8,5 km) Rieden-Ussenburg-Alte Reite- Tiefental-Dietringen-Rieden taucht der Wanderer ein in die Geschichte der „Via Claudia Augusta“, eine der wichtigsten Römerstraßen, die den süddeutschen Raum mit Norditalien verband.

Mit den Römern rasten heißt es am Römischen Rastplatz zwischen den Ortsteilen Dietringen und Tiefental. Das weitläufige Freizeit- und Erholungsgelände hat mit seinem herrlichen Ausblick über den Forggensee und auf die Alpenkette seinen ganz besonderen Reiz.

Radfahren
In der neuen Radkarte Ostallgäu wird die gesamte Region flächendeckend dargestellt. Den Radfahrer erwartet in Rieden ein breites Wegenetz. Der Forggenseerundweg, ca. 32 km lang, führt von Rieden a. F. über Roßhaupten – Staudamm am Kraftwerk – Kniebis – Greith – Brunnen – Waltenhofen – Horn – Füssen wieder zurück nach Rieden a. F. und lässt sich mit der Städtischen Forggenseeschifffahrt Füssen (01.06. – 15.10.)) ideal kombinieren. Die Strecke Bad Faulenbach – Alatsee ist 25 km lang und führt von Rieden über Füssen – Bad Faulenbach Mittersee – Obersee – Alatsee – Weißensee – Hopfensee wieder zum Ausgangspunkt zurück. Diese Fünfseentour ist sehr gut für Familien geeignet. Am Alatsee kann man auch das Fahrrad stehen lassen und auf die Saloberalpe wandern (Aufstieg ca. 45 min.). Nähere Informationen und Flyer im Tourismusbüro erhältlich.

Im Winter
Bei ausreichender Schneelage kann man unter Anleitung jeden Dienstag eine Schneeschuhwanderung unternehmen. Für den Langläufer werden über 20 km Loipe in diagonaler und Skating Technik präpariert.

Übernachten
In Rieden gibt es zahlreiche Unterkünfte in Hotels, Gasthäuser, Pensionen und bei Privatvermietern. Der Terrassen-Campingplatz „Magdalena“ mit Wohnmobilstellplätzen im Ortsteil Osterreinen liegt direkt am Forggensee. Im Ortsteil Tiefental liegt der idyllische Campingplatz „Seewang“, ebenso steht hier den Campern auch ein Wohnmobilstellplatz zur Verfügung.

Gemeinde Rieden am Forggensee Tourismusbüro

Lindenweg 4, D-87669 Rieden
Tel. +49 (0)8362 37025
Fax +49 (0)8362 39625
www.rieden.de
info@rieden.de