ProWeinland

Das Zürcher Weinland entdecken

Das Zürcher Weinland hat sehr viel zu bieten – auch wenn es bis vor Kurzem einfach ein mehr oder weniger bedeutender Teil des Kantons Zürich war. Wenn man ausserhalb der Region über das “Weinland” sprach – wenn überhaupt – so eher mit einem leicht despektierlichen Unterton. Das Zürcher Weinland war weitgehend unbekannt, auf alle Fälle aber verkannt.
Kleinod in Zürichs Norden
Am ehesten kann das Zürcher Weinland durch eine politische Abgrenzung, das heisst durch den zürcherischen Bezirk Andelfingen definiert werden. Dazu zählen 24 Gemeinden von A wie Andelfingen bis W wie Waltalingen. Im Norden bildet der Rhein eine natürliche Grenze, im Osten der Kanton Thurgau, im Süden der Bezirk Winterthur, im Westen der Bezirk Bülach.

Damit weiss man aber eigentlich immer noch nicht, was das Zürcher Weinland wirklich ist. Dabei ist es doch so einfach: Es ist ein Wanderland, ein Veloland, ein Weinland, ein Naturland, ein Familienland, ein Entdeckerland, ein Flussland und vor allem ein Zukunftsland. Die Region im nördlichen Teil des Kantons ist prädestiniert, zu Fuss oder mit dem Fahrrad entdeckt zu werden. Erst wer sich im Zürcher Weinland langsam fortbewegt, kommt in den Genuss all der Schönheiten, welche die sanfte Hügellandschaft mit den Flüssen Rhein und Thur zu bieten hat.

Mild und sonnig
Es ist nicht nur die Landschaft, die viel mehr bietet als gemeinhin angenommen. Es ist auch das spezielle Klima, dem die Region viel verdankt. Neben den weit herum bekannten Trauben gedeihen hier auch ausgesprochene Spezialitäten hervorragend: Spargeln und Melonen sind zwei der landwirtschaftlichen Produkte, die bei den Gourmets weit über die Region hinaus einen ganz besonders guten Klang haben. Dass auch Tabak und Hopfen angepflanzt wird und sehr gut gedeiht, bestätigt die besonderen klimatischen Bedingungen. Die Basis aber bildet der Weinbau, denn der Begriff Weinland ist nicht ohne Grund entstanden. Weinbau wird “seit alters her” gepflegt. Das Zürcher Weinland besteht heute noch zu rund 220 ha aus Rebfläche. Es gibt immer mehr junge, innovative Winzer, welche sich mit ihren Produkten einer hervorragenden Qualität verpflichten und damit auch internationale Auszeichnungen erobern.

Gut erschlossen
Das Zürcher Weinland ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln (öV) bequem zu erreichen. Bahn und Buslinien bieten auf dem Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) ein dichtes Verbindungsnetz an. Dank der Mini-Autobahnverbindung zwischen Winterthur und Schaffhausen kann man auch das Auto benutzen. Wer sich genügend Zeit nimmt, kann leicht die vielen Aussichtspunkte im Zürcher Weinland erreichen und die Weite und die landschaftliche Schönheit auf sich wirken lassen. Nicht nur die Aussicht auf einen guten Wein mag Ansporn sein, dies von den schön gelegenen Rebhängen aus zu tun. Vom Irchel aus zum Beispiel, sieht man bis zu den Vulkankegeln des Hegau, vom Worrenberg schweift der Blick weit ins Flaachtal hinaus, vom Schiterberg mit der steilsten Rebfläche des Kantons bei Kleinandelfingen, wo das „Himmelsleiterli“ – auch der Name eines weitherum bekannten leichten und fruchtigen Blauburgunders – nicht zu Unrecht diesen Namen trägt, zum Bezirkshauptort Andelfingen hinüber.

Oder vom neu errichteten Aussichtsturm auf dem Cholfirst bei Wildensbuch, oder von den Rebbergen des Stammertals mit dem eindrücklichen Ausblick auf die Schlösser Girsberg und Schwandegg. A propos Schlösser: Insgesamt gibt es nicht weniger als deren elf im Zürcher Weinland. Allerdings sind nicht alle öffentlich zugänglich. Das Zürcher Weinland ist eine echte Freizeitoase. Aber es ist auch eine immer beliebter werdende Wohnregion mit vielen interessanten Arbeitsplätzen. Die Bevölkerung zum Beispiel nimmt rasanter zu als in anderen Regionen.

Leuchttürme im Zürcher Weinland
Das Zürcher Weinland eignet sich wie kaum eine andere Region für Kurzausflüge. Hier eine Aufzählung von Ausflugtipps, die ein absolutes Muss sind: Das Dorf Rheinau mit der Klosterinsel und dem früheren Benediktinerkloster. Das Schloss Laufen und der Rheinfall, der grösste Fall Europas. Das bereits erwähnte Stammertal. Andelfingen mit dem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Schlosspark. Das schmucke Bauerndorf Marthalen mit seinen unvergleichlichen Riegelund Fachwerkhäusern und Ellikon, wo eine Flussfähre über den Rhein ans deutsche Ufer treibt. Die Thurauen bei Flaach mit dem neu erstellten Naturzentrum. Die Thurbrücke bei Ossingen, die bedeutendste noch erhaltene Gitterbrücke der Schweiz. Der Irchelturm auf der Hochwacht bei Buch am Irchel, die Aussichtstürme auf dem Stammerberg, der Antennenturm oberhalb von Flurlingen sowie der neue Aussichtsturm ob Wildensbuch bei Trüllikon. Von allen Aussichtstürmen bieten sich Rundblicke, welche die Weite und Schönheit des Zürcher Weinlandes eindrücklich unterstreichen und grandiose Aussichten in die Alpen erlauben.

Die Anlaufstelle für das Zürcher Weinland
Um dem verkannten und manchmal fast belächelten Zürcher Weinland den ihm gebührenden Wert zu verleihen, wurde nach zweijähriger Vorarbeit im Herbst 2008 ProWeinland gegründet. Die Ziele des unabhängigen, politisch neutralen Vereins sind einfach und klar: ProWeinland fördert einen sanften Tourismus, vernetzt das regionale Kulturschaffen, ist Anlaufstelle für regionale Anliegen und Auskünfte und fördert den Wohn- und Arbeitsort Zürcher Weinland. Alle aktuellen Tipps zum Zürcher Weinland auf www.zuercher-weinland.ch.
Weitere Tipps und Informationen:
Die Sonderprospekte „Mit dem Velo das Zürcher Weinland entdecken“, „Im Rollstuhl das Zürcher Weinland entdecken“, „Das Zürcher Weinland in der Fondue-Kutsche entdecken“, „Freizeitland Zürcher Weinland“, „Weinwanderweg im Zürcher Weinland“ sind zu beziehen bei ProWeinland, Postfach 307, 8450 Andelfingen. Bitte adressiertes und frankiertes Rückantwortcouvert beilegen oder downloaden unter www.proweinland.ch

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