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Als ein Baumgarten zum Wallfahrtsort wurde
Maria im Baumgarten – Die erstaunliche Entstehung von Maria Baumgärtle.
Manchmal beginnt Geschichte nicht mit einem Wunder, sondern mit einem Vermächtnis. So auch im heutigen Breitenbrunner Ortsteil Baumgärtle im Unterallgäu. Auslöser war eine kleine Marienfigur, deren Weg hierher eher zufällig begann. Die bayerische Herzogin Mauritia Febronia von Bayern (1652 –1706) besaß eine Nachbildung der berühmten „Schwarzen Madonna“ von Altötting. In ihrem Testament vermachte sie die Figur Christoph Reichsgraf von Muggenthal, dem Herrn der nahen Herrschaft Bedernau.
Der Graf ließ die Madonna im Jahr 1721 nicht in einer großen Kirche aufstellen, sondern in einer kleinen Kapelle in seinem privaten Baumgarten. Aus diesem „Baumgärtle“ erhielt der Ort später seinen Namen. Was als private Andachtsstätte gedacht war, entwickelte rasch eine unerwartete Anziehungskraft. Menschen aus den umliegenden Dörfern kamen, um vor dem Marienbild zu beten. Bald wurde der Zustrom so groß, dass eine größere Kirche gebraucht wurde.
Missionshaus Maria Baumgärtle, Baumgärtle 8, 87739 Breitenbrunn
Quellen:
(historisch belegt): Haus der Bayerischen Geschichte
– Geschichte des Wallfahrtsortes Maria Baumgärtle.hdbg.eu
Bistum Augsburg: Beschreibung der Entstehung der Wallfahrt und der Marienfigur.
Wikipedia: Wallfahrtskirche Mariä Opferung (Baumgärtle). de.wikipedia.org


