Ein Vorort mit Geschichte
Oberwinterthur bildet den Nordosten der Stadt Winterthur und besteht aus einem alten, intakten Dorfkern mit Fachwerkbauten und Kopfsteinpflasterstrassen, der auf dem schon in historischer Zeit bewohnten Kirchhügel liegt. Um den historischen Dorfkern breiten sich die Industrieanlagen der ehemaligen Gebrüder Sulzer und großflächige Neubaugebiete aus. Der Kirchhügel ist wohl der Ort der frühesten Besiedlung des heutigen Stadtgebiets von Winterthur, man darf annehmen dass sich dort schon gegen Ende der Eiszeit Menschen niedergelassen haben. Der Kirchhügel bildete auch den Kern der römischen Siedlung Vitudurum. In Vitudurum gab es unter anderem einen Tempel, eine Kaserne sowie laut einer Inschriftentafel ab 294 n. Chr. ein römisches Kastell, um den Ort vor Germaneneinfällen zu schützen. Archäologische Ausgrabungen zeugen ausgiebig von der römischen Vergangenheit, die für die Kantonsärchologie einer der wichtigsten Fundstellen im Kanton ist. Um ca. 400 n. Chr. fand die römische Siedlung wohl ihr jähes Ende mit dem Abzug der Römer aus diesem Gebiet. Die politische Gemeinde Oberwinterthur umfasste vor der Eingemeindung die Zivilgemeinden Grundhof, Hegi, Reutlingen, Ricketwil, Stadel und Zinzikon. 1922 wurde Oberwinterthur schließlich nach einer vorangegangener Volksabstimmung mit den anderen Vororten in die Stadt Winterthur eingemeindet.
Bibliothek Oberwinterthur
Öffnungszeiten: Dienstag von 14 bis 18 Uhr, Mittwoch von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag von 14 bis 18 Uhr, Freitag von 14 bis 20 Uhr, Samstag von 10 bis 13 Uhr, Römerstrasse 151, CH- 8404 Winterthur, Telefon +41 52 242 74 77, www.winbib.ch, bibliothek.oberwinterthur@win.ch
Kunst und Kultur
Alljährlich findet das Oberifäscht statt. Jeweils das letzte Wochenende in den Sommerferien, direkt vor dem Schuljahresbeginn, versammeln sich Jung und Alt im Dorf um die verschiedenen Köstlichkeiten, Attraktionen oder einfach die besondere Stimmung zu genießen.
Freizeit und Sport
Technorama
Ebenfalls in Oberwinterthur befindet sich das Technorama, das bestbesuchte Museum der Stadt. Es wird von der Buslinie 5 angefahren.
Freibad „Oberi“
Das Freibad verfügt über ein 50 Meter-Schwimmbecken, 6 Bahnen, Sprungtürme, Nichtschwimmerbereich mit Rutschbahn, ein separates Lehrschwimmbecken sowie eine große Spiel- und Liegewiese. Schwimmbad Oberwinterthur, Mooswiesenweg 44, CH-8404 Winterthur, Telefon +41 (0)52 242 32 31
Verkehr
Der Stadtteil ist verkehrstechnisch gut erschlossen und verzeichnet fünf Bahnstationen auf dem Gebiet des Stadtkreises. Der „Hauptbahnhof“ ist der Bahnhof Oberwinterthur. Von hier aus führen Zuglinien zum Winterthurer Hauptbahnhof, Stein am Rhein und Frauenfeld. Am Bahnhof halten die S8, S12, S29 und S30 der S-Bahn Zürich, sowie eine Nachtlinie von Thurbo. Der Bahnhof ist Endstation von drei Regionalbus- bzw. Postautolinien, die Gemeinden im Nordwesten bedienen und somit eine Umsteigehaltestelle für Pendler. Weitere Bahnstationen sind Winterthur- Wallrüti, Winterthur-Reutlingen an der Strecke nach Stein am Rhein, die Bahnstation Winterthur-Grüze (mit Linien nach Winterthur HB, Wil und ins Tösstal), sowie die 2006 fertig gestellte Bahnstation Winterthur-Hegi. Der Stadtteil hat mit der Ausfahrt Oberwinterthur an der A1 im Nordwesten eine eigene Autobahnausfahrt. Es führen zudem mehrere Hauptstraßen, u.a. aus Frauenfeld, Seuzach und Wil ins Stadtzentrum.
Hegi
Hegi ist ein Stadtteil der Stadt Winterthur. Zusammen mit den Quartieren Guggenbühl, Grüze, Hegmatten, Talacker, Zinzikon, Reutlingen, Stadel und Ricketwil bildet es den Kreis 2 (Oberwinterthur). Historisch war Hegi, das zwar zum Stadtteil und früher Gemeinde Oberwinterthur gehörte, schon früher ein eigenständiges Dorf, das um das Schloss Hegi entstanden ist. Die Bewohner des Schloss Hegi, eines der wenigen Wasserburgen im Kanton Zürich, fanden erstmals 1225 urkundliche Erwähnung. Hugo von Hegi war 1342/43 Schultheiss der Stadt Winterthur.
Stadtverwaltung Winterthur
CH-8400 Winterthur
Telefon +41 (0)52 267 51 51
Fax +41 (0)52 267 56 15
www.stadt.winterthur.ch


