Nidwalder Museum Stans

Winkelriedhaus
Das „Winkelriedhaus“ gilt neben dem Stanser Rathaus und dem „Höfli“ als einer der wichtigsten Profanbauten des Kantons Nidwalden. Seine Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Ebenso wie „Höfli“, „Salzmagazin“ und die „Festung Füringen“ gehört es zum Nidwaldner Museum, das im Winkelriedhaus seine kulturhistorische und volkskundliche Sammlung präsentiert. Zudem bekommt der Besucher Einblick ins Leben der Familie Lussi, in deren Besitz sich das Winkelriedhaus über 200 Jahre befand. Glaube und Wohnkultur sind die beiden Themen, zu denen die Dauerausstellungen mit ihren Exponaten Aufschluss geben. Die Hauskapelle und die Darstellung „Melchior Lussi und die katholische Reform“ setzen zum Thema Glaube wichtige Akzente. Dem Wohnen der wichtigsten Familien des Hauses, allen voran Melchior Lussi, ist das erste Obergeschoss gewidmet. Räume für Sonderausstellungen sowie ein Garten für Veranstaltungen und Vermietungen gliedern sich an.
Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54 A, Stans

Salzmagazin
Nach einem Beschluss von 1699 des Landsrates wurde 1700/1701 das Salzmagazin gebaut, welches als Kornspeicher dienen sollte. Das Wappen des Bauherrn und Landammanns Nicolaus Keiser, sowie zwei Löwen mit NWWappenschild und ein zweiköpfiger Adler sind am Giebel der Nordfassade zu sehen. Dem Nidwaldner Museum stehen drei Etagen zur Verfügung, die immer wieder mit abwechslungsreichen Sonderausstellungen belebt werden.
Salzmagazin, Stansstaderstr. 23 , Stans

Höfli
Im „Höfli“ werden unter anderem die Geschichte des Hauses und der Gemeinde Stans, die Entstehung des Staates Nidwalden und der Überfall der Franzosen 1798 lebendig dargestellt. Des Weiteren gibt ein Wöchnerinnenzimmer und ein Totenzimmer Einblick in die Lebensbräuche und traditionellen Gewohnheiten früherer Epochen. Das „Höfli“, auch Rosenburg genannt, gehört zu den ältesten erhaltenen Wohnbauten Nidwaldens. Seinen Kern bildet noch heute der um 1200 bis 1300 errichtete Wohnturm des Meiers von Stans, der als weltlicher Verwalter der in und um Stans gelegenen Güter des Klosters Murbach-Luzern eingesetzt war. Trotz baulicher Vernachlässigung im 19. und 20. Jahrhundert konnte das Höfli vor dem Abbruch gerettet werden und erhielt nach Abschluss der Renovierungsarbeiten 1981 das Erscheinungsbild seiner baulichen Blüte in der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Höfli, Alter Postplatz 3, Stans

Festung Fürigen
Niemand käme auf die Idee, dass einige der hochaufgerichteten Felswände an der Uferstraße zwischen Stansstad und Kehrsiten kunstvoll gefertigte Tarnung sind, hinter der sich die Eingänge und Schießscharten der Festung Fürigen verbergen. Wo sich einst Soldaten gegen den Feind wappneten, ist seit 1991 ein Museum. Ein 200 Meter langes Stollensystem führt ins Innere des Bürgenberges. Neben zwei Geschützständen mit Befestigungskanonen und Maschinengewehren erwartet die Besucher ein voll eingerichtetes Labyrinth mit Schlafräumen, Küche und einer Krankenstation mit Operationsraum. Die Festung Fürigen wurde 1941/42 mitten im Zweiten Weltkrieg gebaut. Die Schweizerische Militärführung befürchtete den Einmarsch der deutschen Wehrmacht und zog sich in den besser zu verteidigenden Alpenraum – ins Reduit – zurück.
Festung Fürigen, Kehrsitenstraße, Stansstad

Nidwalder Museum
Mürgstraße 12, CH-6370 Stans
museum@nw.ch
www.nidwalder-museum.ch