Längst kein typisches Dorf mehr
Kleinandelfingen blieb lange Zeit eine Gemeinde, in welcher die Landwirtschaft, der Weinbau und das Forstwesen eine große Bedeutung hatten. Daran änderte auch die 1856 fertig gestellte Bahnlinie Winterthur-Schaffhausen nichts, obwohl man sich dadurch eine gewisse Industrialisierung erhoffte. Erst in den letzten Jahrzehnten hat sich ein Gewerbe entwickelt, das vielen Menschen Arbeit im Dorf gibt. Die Mehrzahl der Erwerbstätigen sind jedoch Pendler, welche tagsüber in Richtung Winterthur, Flughafen, Zürich oder Schaffhausen zur Arbeit fahren. Die Autobahnanschlüsse Kleinandelfingen und Oerlingen verstärken diese Entwicklung.
Sehenswertes
Das Rothaus
Mitten im Dorfzentrum, direkt an der Schaffhauserstraße steht ein augenfälliges Riegelhaus. Das unter Bundesschutz stehende Rothaus wurde gemäß eingeritzter Jahreszahl vermutlich 1685 erstellt. Der Bauherr Konrad Himmel aus Henggart kam durch Heirat nach Kleinandelfingen. Bis 1960 diente die Liegenschaft als Doppel-Bauernhaus mit zwei Wohnungen, zwei Scheunen, zwei Ställen und ursprünglich zwei Trottwerken. Bei der umfassenden Renovierung im Jahre 1976 wurden fünf Wohnungen eingebaut, ohne dass das äußere Erscheinungsbild stark verändert wurde.
Haus Brütsch im Hinterdorf
Bei den Umbauarbeiten erlebte Familie Brütsch eine Überraschung: Alte Balken und Lehmwickelwände kamen zum Vorschein. Es zeigte sich, dass sie Überreste eines Baukerns aus dem Jahr 1513 waren. Selbstverständlich wurde der Um- und Neubau neu geplant, damit die alte Bausubstanz erhalten blieb. Das Haus steht unter Denkmalschutz.
Das „Spital“
An der Schulstrasse steht ein 45 Meter langes Gebäude, welches „zum Spital“ genannt wird. Die Herkunft des Namens kann nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Vermutlich lebten Kleinbauern und Taglöhner in den sehr bescheiden ausgebauten Wohnungen. Heute ist es eher ein Privileg, in einem der schmucken Teile leben zu können.
Der Rosengarten
Der 1799 durch französische Artillerie zerstörte Rosengarten wurde bis zum Jahr 1805 als eines der stattlichsten Weinländer Riegelhäuser wieder aufgebaut.
Das heimatkundliche Archiv
Die im Jahre 1985 gegründete Kulturkommission Andelfingen fand 1991 im gemeindeeigenen Koradihaus an der Schaffhauserstraße 9 endlich Platz für ihr umfassendes Archiv. Neben wertvollem Bildmaterial werden weitere interessante Zeitdokumente aufbewahrt: Landkarten, Pläne, Stammbäume, Urkunden, Zeitungen, Plakate und weitere Gegenstände. Immer wieder lassen äußerst interessante Ausstellungen zu verschiedensten Themen Rückblicke in alte Zeiten zu. Öffnungszeiten: jeweils am ersten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr.
Gemeindehaus und Galerie
Der Bau des Gemeindehauses an der Schaffhauserstraße wurde 1865 beschlossen und bis im Jahr 1867 realisiert. Aus Tradition stifteten etliche Familien farbige Wappenscheiben für den Saal. Diese schmücken nun die oberen Abschlüsse der Bogenfenster. Im Erdgeschoss befindet sich die Galerie, welche in regelmäßigen Abständen Ausstellungen verschiedener Künstler beherbergt.
Freizeit und Sport
Ob mit dem Fahrrad, ob zu Fuß, auf Skates oder im Gummiboot – Kleinandelfingen liegt für alle Fortbewegungsmittel in strategisch günstiger Lage.
Wandern
Thurpfad
Auf einer Wanderung entlang der Thur zwischen Andelfingen, Altener Brücke und Kleinandelfingen erfährt man viel Interessantes über den Fluss und seine Geschichte. Dreizehn Infotafeln geben Auskunft über die Thurverbauungen in alter und neuer Zeit, die Thurlandschaft sowie spezielle Pflanzen und Tiere.
Verkehrsanbindung
Kleinandelfingen liegt zwar an der SBB Bahnlinie Winterthur-Schaffhausen, besitzt aber keinen eigenen Bahnhof. Seit 2004 ermöglicht die Postauto-Linie 605 mit den beiden Haltestellen Dorf und Bad den Anschluss an die Züge von und nach Winterthur und Schaffhausen zur Hauptverkehrszeit im Halbstundentakt.
Gemeinde Kleinandelfingen
Kanzleistraße 2
CH-8451 Kleinandelfingen
Telefon +41 (0)52 305 22 33
gemeindeverwaltung@kleinandelfingen.zh.ch
www.kleinandelfingen.ch


