Wiesen, Wälder, Moore
Kemmental mit den Orten Alterswilen, Altishausen, Dotnacht, Ellighausen, Hugelshofen, Lippoldswilen, Neuwilen und Siegershausen liegt in einer flachen Talmulde zwischen Ottenberg und Seerücken. Das 6,5 km lange und 5,7 km breite Tal wird von Osten nach Westen von der Kemme durchflossen. Flächenmäßig gehört die Gemeinde zu den großen Gemeinden des Kantons. Die Wiesen, Wälder und Moore und die malerischen Dörfer und Weiler laden zu einem erholsamen Aufenthalt ein, abseits hektischen Treibens.
Kurzer Blick ins Geschichtsbuch
Eine befestigte Fluchtburg im Sperbersholz stammt wahrscheinlich aus den beiden Jahrtausenden vor Christi Geburt. Kirchlich und politisch gehört die Nordhälfte des Kemmentals schon sehr früh zum Besitz des Dom- Kapitels von Konstanz.

Sehenswürdigkeiten
Findlingsgarten
Im Findlingsgarten von Schwaderloh liegen tonnenschwere Zeugen der letzten Eiszeit. Hinterlassen haben die Eismassen auch eine Landschaft mit Weihern, Sümpfen und Mooren. Viele sind im Verlaufe von Jahrtausenden verschwunden oder in den letzten 150 Jahren trockengelegt worden.
Kirchen
Den Kirchen Alterswilen und Hugelshofen sollte man einen Besuch abstatten.
Bauernhöfe
Stattliche Bauernhöfe beeindrucken immer wieder den Besucher.

Dütschenmühle
Von der Dütschenmühle steht heute noch das Wasserhaus in dem zwei Wasserräder installiert waren. Diese ist offenbar die älteste Mühle im Kemmental. Sie wurde schon ums Jahr 800 erwähnt.
Ellighauser Mühle
Sie lag östlich des Furtibaches gegenüber dem heutigen Bauerngut „Mühlehof“. Ihr Standort am angeschnittenen Hang ist heute noch gut erkennbar. Um 1846 ging die Mühle in Flammen auf, der Weiher wurde um 1865 trockengelegt.

Grabstätte Chraienriet
Im Chraienriet gibt es zwei Grabhügel. Da auf dem Thurberg eine jungsteinzeitliche Siedlung nachgewiesen ist, könnte die Grabstätte Chraienriet in diese Zeit gehören.
Hochwacht Vogelherd
Auf der Hochwacht Vogelherd wurden schon zu Zeiten der Schlacht bei Schwaderloh bei Gefahr durch Feinde Feuer- oder Rauchzeichen weitergegeben.
Kemmenmühle
Zwischen dem prächtigen Riegelbau der Kemmenmühle von 1698 und der Kantonsstraße Dotnacht-Alterswilen erstreckte sich einst ein langer Mühleweiher.
Konstanzer Landstraße
Nur wenig oberhalb des „Ganggelisteges“ Bussnang – Weinfelden wurden Ende der 80er Jahre die Überreste einer Römerbrücke entdeckt. Es ist anzunehmen, dass eine römische Straße in gerader Linie über den Ottenberg führte.

Loomühle
Beim heutigen Teich dürfte sich einst der Stauweiher für die Loomühle befunden haben. In der Loomühle wurde Eichenrinde zu Gerberloh zermahlen. Um 1900 war sie nicht mehr in Betrieb.
Mannenmühle
Von der einstigen Wasserkraftnutzung der Mannenmühle zeugen noch Überreste des Wuhrs. Als Mühle erstmals erwähnt wurde sie 1450.
Mohnshaus
Wo sich heute der Hof Mohnshaus befindet, stand einst eine Burg, vielleicht das Schloss der alten konstanzischen Ministerfamilie von Hugelshofen.
Neumühle
Die Neumühle und der Mühleweiher wurden 1729 erbaut.
Ruine Schleifenrein
In der Umgebung von Hugelshofen sind mehrere Burgstellen bekannt. Dazu gehören Alteburg, Moonshus, Schatzloch, Zapfeloo und Schleifenrain – auch «Burgstogg» genannt.
Schatzloch
Das Schatzloch hat bis Anfang des letzten Jahrhunderts als Hochwacht gedient.
Schwaben- oder Jakobsweg
Der alte Pilgerweg von Konstanz über das Hörnli nach Einsiedeln wurde sicher schon seit dem 14. Jahrhundert benutzt.

Sperbersholz
Dieses Refugium stand auf einer mäßig hohen, sehr langen und schmalen, nach Westen zugespitzten Kuppe, die südlich vom Kemmenbach und nördlich vom Furtibach begrenzt und in ihrer Länge von zwei Quergräben durchschnitten wird. Auf der Westspitze finden sich Spuren von Fundamentmauern.
Thurberg
Bei Abtragungen einer wohl hochmittelalterlichen Burgruine, die 1909 hinter den heutigen Gebäuden des Thurbergs gemacht wurden, kamen Steinbeile, Scherben, Silexgeräte, bearbeitete Knochenstücke usw. aus der Zeit der Schnurkeramiker zum Vorschein. Daneben wurden auch Stücke aus der Bronzezeit (z. B. bronzene Pfeilspitze), der Eiszeit (z. B. Keramikscherben), aus der römischen Epoche (Münzen, eine Glocke usw.) gefunden. 1848 wurde das heutige Wirtshaus und der landwirtschaftliche Betrieb gebaut.
Wüstungen
Spuren einer verlassenen und vollständig zerstörten Siedlung, einer sogenannten Wüstung, wurden im Krähenriet gefunden.
Kunst & Kultur
Ein aktives Vereinsleben prägt die Kultur der Gemeinde.

Freizeit & Sport
Wandern
Die Ufer der Kemme bilden ein abwechslungsreiches Reservat, geprägt von den Sandstein- und Mergelablagerungen der vergangenen Jahrtausende. Diese Bachlandschaft ist auch durch ihre Pflanzen- und Tierwelt sehr interessant. Hier finden sich noch heute selten gewordene Arten wie etwa der Eisvogel, der Kiebitz und u. v. a.
Großweiher
Zwei Waldbäche führen dem Großweiher der Bommer Weiher regelmäßig frisches Wasser zu. Dies scheinen Rotauge, Rotfeder, Egli, Schleie, Hecht und weitere vorkommende Fischarten zu schätzen. Der Fischreichtum lockt wiederum Wasservögel an: Eisvogel, Kormoran, Haubentaucher, Flussseeschwalbe, Gänsesänger und Graureiher sind regelmäßig anzutreffen. Die Bommer Weiher – eingebettet in eine der schönsten Landschaften unseres Kantons – liegen in einer sanften Geländemulde nördlich von Bommen bei Alterswilen. Besucher schätzen dieses Naturschutz- und Naherholungsgebiet als wichtigen Lebensraum für Wasservögel und Amphibien.

Inline Skaten
Gepflegte Nebenstraßen bieten sich an als INLINE-Skate-Pisten.
Lehrpfad
Der Planetenweg führt von Siegershausen nach Kreuzlingen und bietet interessante Informationen.
Gemeinde Siegershausen
Alterswilerstraße 2
CH-8573 Siegershausen
Tel. +41 (0)71 698 60 80
Fax +41 ( 0)71 698 60 81
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