HohlgassLand

Tourismus-Region Küssnacht am Rigi / Immensee / Merlischachen

Wo einst Tell seinen Widersacher Gessler niederstreckte, liegt am Vierwaldstättersees, die friedliche Zentralschweizer Ferien- und Ausflugsgegend das „HohlgassLand“ mit den drei Dörfern Küssnacht am Rigi, Immensee und Merlischachen. Die Seebodenalp ist eine aussichtsreiche Terrasse auf halber Höhe zur „Königin der Berge“, der Rigi. „Durch diese hohle Gasse muss er kommen, es führt kein andrer Weg nach Küssnacht“, rief der wackere Willhelm Tell und lauerte dem despotischen Landvogt Gessler auf, um ihn mit einem Pfeil aus seiner Armbrust zu töten. So entstammt die Geschichte Tells der Feder des Dichters Schiller. Mehr als 700 Jahre später ist die Hohle Gasse ein lohnender, aber längst nicht mehr Furcht einflößender Spaziergang, der bis zur Gesslerburg führt. Im Informationspavillon zwischen Küssnacht am Rigi und Immensee wird die Geschichte rund um den Schweizer Nationalhelden erlebbar, sichtbar und hörbar.

Winter
Das überschaubare Skigebiet Seebodenalp bietet einfachere Abfahrten und den Kinderskilift Holdern. Die Seebodenalp ist zudem ein aussichtsreiches Schneeparadies für Schneeschuhläufer, Spaziergänger und Winterwanderer. Gastliche Hütten laden zum gemütlichen Beisammensein. Bei eher garstigem Wetter laden die Eis-oder Curlinghalle zum Verweilen ein. Die Hohle Gasse und die Gesslerburg sind auch im Winter reizvolle Wanderziele. Besonders lohnend ist im Winter ebenso der Ausflug in die nahe (Shopping-)Metropole Luzern, ins Verkehrshaus der Schweiz oder den Tierpark Goldau (direkte Zugsverbindungen).

Sommer
Küssnacht am Rigi ist am Ende des so genannten Küssnachtersees gelegen, einem Arm des stark verwinkelten Vierwaldstättersees. Von und nach dem nahen Luzern verkehren im S o m m e r Kursschiffe. Küssnacht besitzt eine schöne Uferpromenade und liegt zentral für Ausflüge in der Zentralschweiz: Das Ufer des benachbarten Zugersees liegt etwas mehr als zwei Kilometer entfernt. Am Bahnhof Küssnacht halten direkte Züge nach Luzern sowie zu wichtigen Umsteigebahnhöfen der Zentralschweiz. Wandern, Fahrradfahren, Schwimmen, Minigolf spielen, im Seilpark klettern oder eine Runde auf dem wunderschön gelegenen 18 Loch Golfplatz sind nur ein paar der unzähligen Unterhaltungsmöglichkeiten im HohlgassLand. Eine kleine Luftseilbahn führt von Küssnacht zur Seebodenalp an der Rigi. Auf rund 1000 Meter über dem Meer erwartet die Besucher eine phantastische Aussicht auf den Pilatus und die Voralpen, an klaren Tagen gar bis zum Jura und zu den Vogesen. Besonders beliebt ist die von herrlichen Ausblicken begleitete Wanderung ab der Seebodenalp hinauf zum Chänzeli und weiter bis Rigi-Kaltbad, Bahnstation für die Fahrt bis Rigi- Kulm oder hinunter an den See.

Sehenswürdigkeiten
Hohle Gasse

Die im Herzen der Schweiz gelegene Hohle Gasse ist eine bedeutende historische Erinnerungsstätte. Sie verbindet Immensee mit Küssnacht und bildete ursprünglich ein Teilstück der Handelsroute Zürich – Zug – Immensee – Küssnacht – Flüelen – Gotthard. Die „Hohle Gasse“ bietet Besuchern eine leicht zugängliche und eindrückliche Information über die Geschichte und die Geschichten rund um die historische Erinnerungsstätte. Rastplatz mit Betriebshütte/Strom, Wasser, Tischgarnituren, Feuerstelle und Holz. Für Reservationen und Führungen: Tourismusbüro in Küssnacht, Telefon +41 (0)41 850 33 30.

Gesslerburg
Die ersten Burgherren waren die Edlen von Küssnacht. Ritter Eppo verlangte unnachsichtig Steuern, Abgaben und Frondienste, so dass ihn 1302 die Dorfgenossen von Küssnacht, Immensee und Haltikon überfielen und ihm beinahe das Leben geraubt hätten. Eine zweite Glanzzeit erlebte die Burg unter den Edlen von Silenen aus Uri. Nach dem ältesten Urner Tellenspiel und der Überzeugung des Geschichtsschreibers Ägidius Tschudi, hatte der Vogt Gessler seinen Sitz auf der Burg zu Küssnacht. Seither sagt man nicht mehr die Burg Küssnacht, sondern die Gesslerburg. Sie diente beim Bau der Pfarrkirche als Steinbruch. Den Bedarf an Steinen deckte mancher auf der Ruine, die in ihrem eigenen Schutt ertrank, bis 1908 die Eidgenossenschaft den Burghügel ankaufte und ausgraben ließ. Die Funde entsprechen nicht dem üblichen Inventar von kleinadeligen Landburgen, sondern bezeugen eine gepflegte, gehobene Wohnkultur und einen regen Warenverkehr mit dem Süden. Zum Areal der Gesslerburg gehören auch ein Teich und die ehemalige Knochenstampfe mit einem historischen Wasserrad, welches sich seit 1996 wieder munter dreht.

Astrid-Kapelle
Von Küssnacht führt die Straße der Seebucht entlang nach Merlischachen, Meggen und Luzern. Am Dorfrand, gut signalisiert, steht die Königin- Astrid-Kapelle. Sie wurde zur Erinnerung an die 1935 an dieser Stelle mit dem Auto tödlich verunglückte beliebte Königin der Belgier errichtet. Von der Terrasse aus genießt man einen herrlichen Blick auf den Hafen von Küssnacht und die Rigi.

Knochenstampfe bei der Gesslerburg
1877 wurde am Fuße der Ruine Gesslerburg ein Schopf errichtet. Eingebaut wurden damals eine Fleischbeinstampfe, eine Werkreibe und eine Bandsäge. Der Antrieb erfolgte durch das oberschlächtige Wasserrad. Das Wasser wurde aus einem Weiher oberhalb der Stampfe zugeleitet. Das Knochenmehl war ein begehrtes Düngemittel. Das Gebäude diente als Wein- und Getränkelager sowie später als Lagerraum für die Wasserversorgung. 1996 wurde ein neues Wasserrad aus Eichenholz mit einem Durchmesser von vier Metern eingebaut. Die Wasserzufuhr musste neu erstellt werden. 1998 wurde die Knochenstampfe nachgebaut. Die Knochenstampfe kann heute für Apéros und kleinere Gesellschaftsfeste gemietet werden. Auskunft unter Tel. +41 (0)41 850 75 06. Gleich daneben befindet sich ein schattiger Rastplatz, als Schweizer Familienfeuerstelle ausgebaut und öffentlich zugänglich.

Brauchtum
Sännechilbi und Chlausjagen

Wenn früher im Herbst die Älpler nach langen, einsamen Sommermonaten zu Tal zogen, brachten sie nicht nur Käse und Butter mit, sondern feierten im Dorf die Freude am freien Alpenleben mit Tanz und Gesang. Diese spontanen Feste sind der Urquell der Sennenkilbi. Alle sechs Jahre kommt Küssnacht in den Genuss eines Sennenfestes. Dieses wird von der Sennen- und Älplergesellschaft organisiert und findet immer am Sonntag nach dem Schmutzigen Donnerstag statt. Ursprünglich ein heidnischer Brauch, bei dem man mit Lärminstrumenten die Wintergeister zu vertreiben versuchte, kam später ein christlicher Teil dazu, mit weißen Hirthemden, Bischofshüten (Infuln) und Samichlaus. Im November 1928 wurde die St. Niklausengesellschaft Küssnacht gegründet, welche heute zum größten männlichen Verein des Ortes angewachsen ist. Seither findet in der Regel vom 5. auf den 6. Dezember jeden Jahres das traditionelle Chlausjagen statt, an welchem stets um die 50 Geisselchlepfer, rund 200 Infulnträger, 800 bis 1000 im Takt schwingende Trychler und die Samichlausgruppe mit der Feldmusik teilnehmen. Der bei absoluter Dunkelheit durchgeführte Umzug, bei dem die tänzelnden Infulnträger, die Chlepfer und Trychler die Haut zum Schaudern bringen, zieht jeweils Tausende von Besuchern an.

Fasnacht
Die Küssnachter Fasnacht kennt eigene Gesetze. Vorab ist es der früher als üblich stattfindende „Schmutzige Donnerstag“, welcher vor allem den Kindern als erstes Tummelfeld für Närrisches gilt. Die Fasnachtsgesellschaft Chalberschwanz bemüht sich alljährlich, diesen oder jenen Anlass zur Gaudi der Mitwirkenden und Zuschauer mit Umzug, Maskenbällen und Monsterkonzerten der vielen originellen „Guggenmusigen“ durchzuführen. Schliesslich wurde die „Alte Fasnacht“ zum dorfinternen Großanlass, bei dem in rund 15 Restaurants Schnitzelbankgruppen, Kabarettisten und sonstige humorvolle Größen sich ihr Stelldichein geben.

Historisches Museum
Das Heimatmuseum gibt einen Einblick in das Leben und die Geschichte der Landschaft Küssnacht am Rigi. Urgeschichtliche Funde, Ober- und Grundbesitzer im Mittelalter, Kantonstrennung 1831 sind ebenso dargestellt wie Ereignisse aus der neueren Zeit, zum Beispiel das Projekt einer Ballonbahn von Immensee auf die Rigi oder der tragische Unfall der belgischen Königin Astrid 1935. Die beiden bekanntesten Volksbräuche werden in einer Tonbildschau sehr eindrücklich dargestellt: Das Chlausjagen und die alle sechs Jahre stattfindende Sennenchilbi.

HohlgassLand Tourismus
Unterdorf 6
CH-6403 Küssnacht am Rigi
Telefon +41 (0)41 850 33 30
welcome@hohlgassland.ch
www.hohlgassland.ch

Luftseilbahn Seebodenalp
www.luftseilbahnseebodenalp.ch

Küssnacht am Rigi
Kurzer Blick ins Geschichtsbuch
Zollstätte und Goethe

Der Name Küssnacht, zurückzuführen auf die Siedlung des römischen Gutsherrn Cossinius, taucht erstmals ums Jahr 830 auf. Da vermachte der Adlige Recho seinen Besitz dem Kloster St. Leodegar in Luzern. Der Einfluss von Luzern nahm ab, als die Schwyzer sich hier festsetzten und noch vor dem Sempacherkrieg eine Zollstätte errichteten. 1424 wurde Küssnacht ein Bezirk des Kantons Schwyz mit eigenem Rat und Gericht. 1833 und 1847 führten parteipolitische Kämpfe und der Sonderbundskrieg zu kurzzeitigen Besetzungen durch Schwyzer- und Tagsatzungstruppen. Küssnacht galt seit jeher als berühmte Reisedestination. Goethe und Uhland waren auf Besuch, auch der bayrische König Ludwig II. sowie der portugiesische König Dom Luiz weilten in Küssnacht.

Modernes Zentrum
Küssnacht ist mit seinen rund 8.800 Einwohnern das größte Dorf im Bezirk und liegt 436 Meter über Meer am malerischen Nordarm des Vierwaldstättersees, nahe Luzern. Erholungssuchende, Kurzaufenthalter und Feriengäste vergnügen sich an den Gestaden des Sees. Wanderfreunde und Sportler genießen das voralpine Wanderweg- und Biker-Netz. Moderne Geschäfte ließen Küssnacht zum regionalen Einkaufszentrum werden, Gastgewerbe und Hotellerie verwöhnen die Gäste aus nah und fern.

Den Charakter erhalten
Trotz der Prosperität hat der historische Ort am Vierwaldstättersee seinen besonderen dörflichen Charakter erhalten können. Davon zeugt beispielsweise der alte Dorfteil mit den idyllischen Holzhäusern und den beiden Rathäusern. Diese lebendigen Zeugen der Geschichte ergänzen sich hervorragend mit der Modernität wie beispielsweise der großzügigen Seepromenade zum Flanieren.

Lebenswerte Begegnungsstätte
Am Fuße der majestätischen Rigi, idyllisch am See gelegen, mit herrlichem Blick auf den Pilatus und bis in die Berner Alpen sowie die Nähe zur Stadt Luzern üben einen starken Reiz aus, sich hier niederzulassen. Außerdem ist Küssnacht Ausgangspunkt für Wanderungen auf die Rigi (Luftseilbahn auf die Seebodenalp) und dem See entlang (Rigi-Lehnenweg, Waldstätterweg). Auf der Seebodenalp ist Skisport (Alpin, Snowboard, Langlauf) möglich.

HohlgassLand Tourismus
Unterdorf 6
CH-6403 Küssnacht am Rigi
Telefon +41 (0)41 850 33 30
Fax +41 (0)41 850 55 86
www.hohlgassland.ch

Immensee
Kurzer Blick ins Geschichtsbuch

Der Name ist auf den Ritter Immo von Buonas zurückzuführen, der hier am Zugersee das Fischereirecht besaß. Als wichtiger Durchfahrtsort war Immensee maßgebend von der Verkehrsentwicklung betroffen. Das erste Dampfschiff auf dem Zugersee verkehrte 1852, 30 Jahre später wurde die Gotthardverbindung zur Aargauer Südbahn in der Station Immensee verwirklicht. 1937 konnte die Hohle Gasse, durch die bis dahin der Verkehr rollte, mit einer Umfahrungsstraße entlastet werden. Berühmt sind auch das Missionshaus Bethlehem und das Gymnasium Immensee, die 1896 durch den savoyischen Priester Barral gegründet wurden. 1984 konnte das Jubiläum „700 Jahre Dorf Immensee“ gefeiert werden. Das Dorf Immensee befindet sich in einer außerordentlich milden Lage, eingebettet zwischen der Rigi-Nordlehne und der Halbinsel Chiemen an einer schönen Bucht des Zugersees. Der Dorfkern mit seinen stilecht restaurierten Häusern und die historische Hohle Gasse laden zum Verweilen ein.

Immensee ist ein bevorzugter Wohn- und Touristenort am Zugersee mit 2.300 Einwohnern. Trotz der rasanten Bevölkerungsentwicklung der letzten Jahre hat Immensee seinen Dorfcharakter bewahren können. Davon zeugen die stilecht renovierten Häuser und der Dorfplatz mit der nostalgischen Pflasterung. Einen besonders guten Ruf hat Immensee auch bei den Weinliebhabern. Seit 1982 wird an den sonnigen Gestaden der Riesling X Sylvaner „Sunnehöfler“ und seit Anfang der Achtzigerjahre ein Blauburgunder angebaut, die sich zunehmender Popularität erfreuen. Der Weinanbau ist ein Standbein des Pächters der landwirtschaftlichen Liegenschaft. Bethlehem Mission und Gymnasium Immensee ist der Sitz der Bethlehem Mission und des Gymnasiums Immensee.

HohlgassLand Tourismus Immensee
Eichlistraße 28, CH-6405 Immensee
Telefon +41 (0)41 850 54 24
Fax +41 (0)41 850 54 24
www.hohlgassland.ch

Merlischachen
Ritter und Goldsgulden

Das idyllische Gelände am Vierwaldstättersee wird erstmals 1168 erwähnt, als der Ritter Hermanno de Merlascachen in einer Schenkungsurkunde als Zeuge auftritt. Die Wiesen, Wälder und Rebberge sowie die Fischereirechte gehörten den Klöstern Luzern und Engelberg. Mit der Ausweitung der Eidgenossenschaft griffen die Schwyzer zu: Sie kauften 1440 für 60 rheinische Goldsgulden die Herrschaftsrechte und vereinigten Merlischachen mit Küssnacht. Um 1450 stiftete der reiche Hans Schnider die erste Kapelle, 1792 wurde die Kaplanei gegründet. Das Geraniendorf Merlischachen ist ein ganz besonderer Ort. Berühmtheit erlangte dieses idyllische Dorf mit seinen 1.200 Bewohnerinnen und Bewohnern für die blumengeschmückten Schwyzer Häuser, welche den Ort am Vierwaldstättersee alljährlich in ein Blumenmeer verwandeln. Seeüberquerung, Samichlausschwimmen, Fasnacht bereichern alljährlich das Dorfleben. Dank seinen besonderen Gastronomiebetrieben ist Merlischachen zu einem begehrten Ort für Hochzeiten sowie zu einem beliebten Ferien- und Tagungsort geworden.

HohlgassLand Tourismus
Merlischachen
Chappelmattweg 4
CH-6402 Merlischachen
Telefon +41 (0)41 850 08 50
Fax +41 (0)41 854 54 66
www.hohlgassland.ch