Flaach

Wo die Thur auf den Rhein trifft, nahe der größten Auenlandschaft im Schweizer Mittelland, liegt die Ortschaft Flaach. Wer Wasser, Natur und die ländliche Gegend liebt, ist hier am richtigen Ort. Das Gemeindegebiet umfasst 1.016 Hektar Fläche, von denen zirka 345 Hektar Wald sind. Die Landwirtschaft zählt 34 Betriebe, davon 18 Hofsiedlungen. Vorwiegend wird Ackerbau betrieben. Wichtige Erwerbsgrundlagen sind auch Intensivkulturen wie Reben, Spargel und Tabak. Den größten Teil der Spargelproduktion, rund 10 Prozent des schweizerischen Anbaus, nimmt das ortsansässige Gastgewerbe ab. Für ihre Spargelspezialitäten ist die Region bekannt. Zunehmend wichtiger wird auch der Melonen- und Gemüseanbau.
In der Gemeinde Flaach sind rund 80 Gewerbebetriebe ansässig, die zusammen nahezu 500 Angestellte beschäftigen. Flaach ist mit zwei Postautolinien erschlossen. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind in Henggart und Andelfingen. Mit dem Postauto ist die Verbindung zu den Bahnhöfen Henggart, Rafz und Winterthur gewährleistet. Thur- und Rheinufer sind als Naturschutzgebiete bezeichnet. Die Renaturierung der Thurufer ist beinahe fertig umgesetzt, v.a. die befestigte Böschung ist wieder natürlicher gestaltet worden. Am Rhein befindet sich das öffentliche Schwimmbad mit Campingplatz sowie ein Naturzentrum, von wo aus geführte Exkursionen in die Thurauen angeboten werden.

Sehenswürdigkeiten und Geschichte
Flaach ist die Hauptsiedlung des Flaachtales und schmiegt sich zwischen Rhein und Thur an den Mülberg. Es ist aus den drei Siedlungen Oberdorf, Oberflaach und Niederflaach zum heutigen Dorf zusammengewachsen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Flaach 1044 in Zusammenhang mit dem einheimischen Adelsgeschlecht des Berchtold von Flacho, der im 11. Jahrhundert sein Vermögen dem Kloster Rheinau schenkte.
Burg Schollenberg
Die Burg Schollenberg befestigte einst die Grenze der Gemeinde beim Rheinübergang nach Rüdlingen. Sie fiel 1838 einem Brand zum Opfer. 1935 wurde auf ihren Grundmauern ein stattliches Wohnhaus errichtet.

Schloss Flaach
Im Nordwesten des Dorfes befindet sich das Schloss Flaach, ehemaliger Sitz der Gerichtsherrschaft Flaach- Volken. Um 1500 liess der damalige Gerichtsherr Ulrich von Fulach anstelle eines älteren Verwaltungsgebäudes einen typischen spätmittelalterlichen Fachwerkbau erstellen, der um 1570 um einen westlichen Anbau erweitert wurde. Durch zusätzliche Um- und Erweiterungsbauten entstand unter Tobias Peyer, einem Schaffhauser Bürger, 1612 das heutige Schlossgebäude. Im Mittelalter zierten zwei Kirchen das Dorfbild. In Niederflaach stand bis 1544 die Kirche des heiligen Nikolaus, dazu gehörte bis vor der Reformation ein Frauenklösterchen. Die Pfarrkirche in Oberflaach war Sankt Georg gewidmet. Im Türmchen des Gemeindehauses hängt noch heute eine Glocke dieser alten Kirche aus dem 15. Jahrhundert.

Naturzentrum Thurauen
Auf der Steubisallmend bei Flaach entsteht das neue Naturzentrum Thurauen. Treten Sie ein, lassen Sie sich in die faszinierende Welt einer lebendigen Auenlandschaft entführen eine interaktive Ausstellung auf eine Reise durch Zeit und Lebensraum mitnehmen. Der Erlebnispfad wird Sie in das Herz des Auenwaldes blicken lassen. Naturzentrum Thurauen, c/o Stiftung PanEco, Chileweg 5, 8415 Berg am Irchel, Telefon: +41 (0)52 318 23 21, Fax: +41 (0)52 318 19 06 info@naturzentrum-thurauen.ch www.thurauenzentrum.ch

Gemeinde Flaach
CH-8416 Flaach
Telefon +41 (0)52 318 11 06
Fax +41 (0)52 318 21 20,
gemeinde@flaach.zh.ch
www.flaach.ch