Bischofszell (2009)

die Rosenstadt im Thurgau

Umgeben von malerischen Obstgärten liegt Bischofszell, wo sich die beiden Flüsse Sitter und Thur vereinen. Die sorgsam gepflegte Altstadt mit Rathaus, Schloss, Pelagiuskirche, Stifts- und Chorherrenhäusern, Markt-, Kirch-, Tuch- und Schottengasse zieht jährlich viele Besucher an. Der Besucher, Wanderer, Radwanderer oder Kulturliebhaber kann hier aus einem breit gefächerten Angebot wählen. Das Naturschutzgebiet „Hudelmoos“ oder der idyllisch gelegene Hauptwiler Weiher bieten Entspannung und Erholung. In der gemütlichen Bischofszeller Waldschenke wird für Speis und Trank gesorgt. Familienfreundliche Velotouren laden gerade im Frühling dazu ein, die Obstbaumblüte hautnah zu erleben. Ein gut ausgebautes Netz der öffentlichen Verkehrsmittel (Postauto, Bahn) macht unabhängig vom eigenen Auto.

Das kleine, gemütliche Bischofzell bietet alles, was Gäste für einen erholsamen, ruhigen und Naturnahen Urlaub wünschen: viele Sportmöglichkeiten, die von Schwimmen, Wandern, Radeln bis hin zu Reiten oder Fischen reichen. Der Freizeitpark Niederbüren hält weitere Vergnüglichkeiten für die ganze Familie bereit: Minigolf, Dart oder Klettern auf einem der Erlebnisspielplätze; hier findet jeder, was er mag. Außerdem lohnt sich immer ein Ausflug an den Bodensee: dieser ist in nur 15 Minuten erreichbar und bietet eine schier unendliche Palette an Wassersportmöglichkeiten oder Aktivitäten jenseits des Wassers.

Hier wird gesurft, gesegelt, getaucht und geplanscht; der romantische Spazierweg entlang des Ufers ist besonders in den Abendstunden ein unvergessliches Erlebnis.
In Bischofszell selbst finden Gäste eine Reihe von kulturellen Sehenswürdigkeiten, deren Besuch das Urlaubsprogramm vervollständigt: Das Rathaus, dessen prächtige Fassade wunderschön anzuschauen ist, wurde in den Jahren 1747-1750 errichtet. Auch das Innere kann sich sehen lassen: Neben herrlichen Stuckaturen ist die Decke des Bürgersaals mit einem 1980 neu geschaffenen Fresko von Karl Josef Manninger ausgestattet.

Die alte Stifts- und heutige katholische Stadtpfarrkirche St. Pelagius ist bereits im 9. Jahrhundert entstanden. Sie ist als dreischiffige Pfeilerbasilika mit Vorchor und abgeschrankten Seitenkapellen gestaltet. Heute noch im Original zu bewundern sind ein lückenloser Passionszyklus an der Südwest- und Südwand sowie eine Muttergottesstatue neben dem Nordwestzugang. Weiterhin schmücken herrliche Stuckaturen im Stil des Rokoko das Innere des Gotteshauses.

Der Grubplatz mit Zeitglockenturm führt den Besucher zurück in das 16. Jahrhundert: bereits 1548 entstanden, diente der Turm als Wohnort des damaligen Stadtwächters. Der Turm bildete das ehemalige Osttor der Stadtanlage, das sich nach erfolgter Bewehrung des vorstädtischen Gebietes zum Binnentor wandelte. Heute ist das Zimmer des damaligen Stadtwächters wieder eingerichtet und dient den Nachtwächtern als Zunftstube; des Weiteren ist das Plattenmosaik mit den heimkehrenden Bischofszellern von der Schlacht am Gubel im Jahr 1531 zu bewundern.

Eine Zeitreise der besonderen Art werden Besucher im Bischofszeller Museum finden: Das Museumsgebäude, bestehend aus zwei patrizischen Häusern aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, findet sich direkt in der Altstadt neben dem Bogenturm. Zu bestaunen gibt es hier die Wohnkultur vergangener Epochen. Ergänzt wird die Ausstellung von Porzellan, Gegenständen der Kartographie, sowie Schätze des Alltags und Handwerkes. In authentisch und liebevoll gestalteten Wohnräumen können die verschiedenen Lebensräume von Spätgotik, über Barock und Rokoko bis hin in die frühe Moderne erkundet werden.

Kurzer Blick ins Geschichtsbuch
Eine spätmittelalterliche Chronik erwähnt, dass Bischof Salomo von Konstanz im heutigen Bischofszell das St. Pelagistift gegründet hat. 1150 wird das Stift erstmals erwähnt.

Museen
Museum Bischofszell

Im Zentrum der Altstadt, nur 2 Minuten vom Bahnhof entfernt, liegt neben dem Bogenturm das Historische Museum Bischofszell. In zwei Patrizierhäusern aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist eine reichhaltige Ausstellung untergebracht, die Einblick gibt in Leben, Wohnen und Handwerk vergangener Epochen. Eine umfangreiche Kartographie- und Porzellansammlung ist ebenfalls Anziehungspunkt. Sonderausstellungen machen den Besuch immer wieder lohnend. Während der Öffnungszeiten trifft man sich gerne in einem historischen Esszimmer zu einer Tasse Kaffee und Selbstgebackenem, zu anregenden Gesprächen und erfreulichen Begegnungen. Beide Häuser sind rollstuhlgängig (Öffnungszeiten: jeden Sonntag, 14 – 17 Uhr Febr. bis Mitte Dezember und nach Vereinbarung, Tel. +41 71 422 38 91; www. museum-bischofszell.ch).

Historische Papierfabrik PM1
Einen Besuch lohnt auch die historische Papierfabrik, Fabrikstraße 30 a in Bischofszell, die 1991 stillgelegt wurde. Öffnungszeiten: jeden ersten Sonntag im Monat von April bis Oktober; www.pm1. org; Führung: Frau Elfi Speisegger, Tel./Fax +41 (0)71 422 20 06, elfi.sp@bluewin.ch
Typorama
Das Typorama ist ein typographisches Museum, in welchem gelebt und gearbeitet wird. Mit Handsetzerei, Setz- und Druckmaschinen aus dem 19. und 20. Jahrhundert soll das traditionelle Fachwissen mit Bleisatz und Buchdruck bewahrt und gefördert werden. Öffnungszeiten: jeden ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr öffentliche Führungen: jeden Mittwochnachmittag 14 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet (ohne Führung); weitere Besuchsmöglichkeiten und Führungen nach telefonischer Anfrage jederzeit möglich (Tel. +41 (0)71 422 28 20, www.typorama.ch)

Sehenswürdigkeiten
Altstadt

Die Gebrüder Grubenmann aus Teufen/ AR bauten die markanten Herrschaftshäuser, die mit ihrer bürgerlichen Wohnkultur an die Mitte des 18. Jh. erinnern. Zu den vornehmsten der neuen Steinhäuser zählen die beiden Häuser „Zum Rosen- und Zum Weinstock“. Die sorgsam gepflegte Altstadt mit Schloss, Pelagiuskirche, Stifts- und Chorherrenhäuser, Markt-, Kirch-, Tuch- und Schottengasse zieht jährlich viele Besucher an.
Grubplatz mit Zeitglockenturm (Bogenturm)
Der heutige Zeitglockenturm mit Zwiebelhaube aus dem 13./14. Jh. bildete das befestigte Stadttor des Marktbezirkes, Wohnung des damaligen Stadtwächters. Sehenswert sind die Plattenmosaike mit Heimkehrern von der Schlacht am Gubel (1531) von Carl Roesch (1945). Mit Ausnahme des barocken Dachreiters, der beim Stadtbrand 1743 zerstört wurde, verweist bereits die Abbildung in Stupfs Eidg. Chronik von 1548 auf die heutige Gestalt des Bauwerks.

Hipp‘sche Wendescheibe
Die Hipp‘sche Wendescheibe wurde von Matthias Hipp (1813 – 1893) erfunden. Sie war das erste elektrische Bahnsignal und ab 1862 im Einsatz. Die letzte Hipp‘sche Wendescheibe in der Schweiz stand von 1876 – 1975 in Bischofszell. Heute ist die Hipp‘sche Wendescheibe beim Bahnhof Bischofszell Stadt zu besichtigen.

Rathaus
Das Rathaus wurde 1747 bis 1750 durch Gaspare Bagnato (Insel Reichenau) errichtet. Es handelt sich um einen würfelförmigen dreigeschossigen Verputzbau unter Mansardwalmdach. Optische Anziehungspunkte sind das zentrale, pilastergerahmte Portal, das über eine zweiläufige Treppenanlage mit Zwischenpodesten ansetzt, sowie der im ersten Obergeschoss scheinbar schwerelose sich vorwölbende Balkon. Im Inneren setzt hinter einer geräumigen Eingangshalle die von Deckenstuckaturen begleitete Balustertreppe an; die ehemalige Ratsstube im ersten und der Bürgersaal im zweiten Obergeschoss bergen beeindruckende Stuckaturen, die Decke des Bürgersaales ist außerdem mit einem 1980 neu geschaffenen, den Baubetrieb von 1750 schildernden Fresko (Karl Josef Manninger, Starnberg) augestaltet.

Stiftskirche St.Pelagius
Einen Besuch wert ist die ehem. Stiftskirche und heutige katholische Stadtpfarrkirche St. Pelagius. Ein erster Baubestand, eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit Vorchor und abgeschrankten Seitenkapellen, lässt sich dem 9. Jahrhundert zuweisen. Später erhielt das Gotteshaus nördlich eine Friedhofkapelle St. Michael mit Abdankungsraum und Beinhaus. Zu beachten ist die sechsjochige Unterteilung des Langhauses, das durch quadersichtige Spitzbogenarkaden mit Pfeilern des frühen 15. Jahrhunderts gegliedert ist. An der Südwestund Südwand hat sich ein Passionszyklus lückenlos erhalten, neben dem Nordwestzugang eine Muttergottesstatue. Im Chor beeindruckt ein Hochaltar eines Augsburger Künstlers mit Figur des Hl. Pelagius, Chorgestühl und Chororgel. Das Deckenbild zeigt Patrozinium des Hl. Pelagius und Rokoko-Stuckaturen.

Krumme Brücke
Die spätgotische, achtjochige Brücke aus Tuff- und Sandsteinquadern wurde im Jahre 1487 vollendet. Sie wurde von einer Frau Hohenzorn im Andenken an ihre im Fluss ertrunkenen Söhne „von Zoll und Weggeld frei“ gestiftet.
Stadtführungen
Stadtführungen zeigen die Schönheiten der Stadt und lassen Geschichte lebendig werden.

Kunst & Kultur
Feste, Festivals und sonstige Events

Die Stadt mit ihren romantischen Gassen ist zu einer Begegnungsstätte für Rosenfreunde geworden. Alljährlich in der letzten Juniwoche treffen sich im barocken Stadtteil Fachleute und interessierte Besucher bei der größten Rosenschau der Schweiz. Ein Rundgang durch die Rosengärten, in den romantischen Gassen, vorbei an gepflegten Häuserfassaden ist ein ganz besonderes Erlebnis und hat die Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt gemacht. Über 42 Gärten und Arrangenments von Gärtnereien, Gartenbauern, Blumengeschäften und Gartenarchitekten präsentieren eine wohl in ihrer Art einzigartige Rosenschau und verzaubern die barocke Altstadt in ein märchenhaftes Rosenmeer. Die Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche lädt zudem eine Woche lang zu musikalischen Leckerbissen ein. Ausstellungen, ein Rosen- und Spezialitätenmarkt, ein Rosenball sowie Nachtwächterrundgänge ergänzen das Programm (Infostelle Rosenwoche (Tel. +41 (0)71 422 35 22, Fax +41 (0)71 422 35 22).

Volkstümliche Bräuche
Osterbrunnen

Das Schmücken der Osterbrunnen läutet in weiten Bereichen der Stadt und Landschaft Bischofszell den Beginn der farbenfrohen und warmen Jahreszeit ein. In den vergangenen Jahren hat sich dieser Brauch zur wahren Volkskunst entwickelt. Die Brunnen werden vor Ostern reichlich mit Blumen und Grün sowie bunt bemalten Ostereiern geschmückt. Der Brauch geht zurück bis in die Mitte des 5. Jahrhunderts.

Freizeit & Sport
Vitaparcours

Der Vita-Parcours liegt an der Nieberbürer- Straße (Parkplatz vorhanden) auf dem Bischofsberg.
Golf
Bischofszell liegt inmitten dreier Golfplätze.
Wandern
Die Thurlandschaft und die Haupwiler Weiher laden zu Wanderungen ein.
Bischofszell – Hauptwil
Der Weg führt vom Bahnhof Bischofszell in östlicher Richtung zum Bahnübergang. Nach kurzer Wanderung auf der Staatsstraße folgt die Abzweigung zum Aufstieg in den herrlichen, kühlen Wald des Bischofsberges. Kurz vor dem Austritt aus dem Wald weist ein Wegweiser zur Waldschenke. Bis nach Hauptwil sind dann noch ca. 15 Min. zu wandern.

Radfahren
Bischofszell liegt am Schweizer Fahrradweg Nummer 5.
Tennis
Die Tennisanlage Bruggwiesen verfügt über Flutlicht. Das Clubhaus ist von April bis Oktober geöffnet (Tel. +41 (0)71 422 38 30).
Badespaß
Das Bischofszeller Schwimmbad gehört zu den schönsten Bädern in der Ostschweiz. Zur Anlage gehören ein 50-Meter-Becken, ein Turm-Becken und ein Nichtschwimmer-Becken. Die Gartenterrasse mit dem Kiosk- Restaurant ist bei den Besuchern ein beliebter Treffpunkt. Öffnungszeiten: Mai – September 10.00 – 18.00 Uhr / Juni – August 09.00 – 20.00 Uhr; Tel. +41 (0)71 422 21 44, Kiosk +41 (0)71 422 15 50
Einkaufen
Ostermarkt, Adventsmarkt , Rosenund Spezialitätenmarkt sowie schmucke Altstadtläden ziehen Besucher aus der ganzen Umgebung an.

Stadt Bischofszell, Stadtmarketing
Rathaus Marktgasse 11
CH-9220 Bischofszell
Tel. +41 (0)71 424 24 30
Fax +41 (0)71 424 24 20
stadt@bischofszell.ch
www.bischofszell.ch


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