Berg am Irchel

Gemeinde auf dem Bergrücken des Irchel

Der Ortsname Berg bezeichnet nichts anderes als die Geländeform, also eine Anhöhe. Er taucht erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1096 auf. Irchel ist der Name des lang gezogenen Bergrückens zwischen unterem Töss- und Thurtal.
Kurzer Blick ins Geschichtsbuch
Um 1100 wird Berg am Irchel erstmals urkundlich erwähnt, damals noch als «Berga» geschrieben. Das Ehepaar Alberich und Amita überträgt dem Kloster Allerheiligen in Schaffhausen zwei bäuerliche Hofeinheiten. 1254 wird Gräslikon erstmals erwähnt. Gräslikon und Eigental gehören vor 1798 zur Herrschaft Wülflingen-Buch am Irchel. 1855 wird Gräslikon Berg zugeteilt. Im Mittelalter gab es auf Gemeindegebiet drei Burgen. Auf dem Schlossbuck, links der Straße nach Teufen standen die Burgen Radegg oder Alt Schollenberg.
Der Burghügel ist gut erkennbar, sichtbare Überreste der Burg sind aber nicht vorhanden. Das freiherrliche Geschlecht der „Schade von Radegg“, welches 1188 bis 1331 urkundlich vorkommt, hatte hier seine Stammburg.
Die Burg Ebersberg, auf dem Plateau des Ebersberg, soll schon im 13. Jahrhundert durch die Zürcher unter Führung Rudolfs von Habsburg zerstört worden sein. Es wird vermutet, dass auf dieser Burg das Geschlecht derer von Ebersberg ansässig war. Überreste dieser Burg sind noch sichtbar.

Sehenswertes
Die Kirche Berg

Die Kirche Berg wird 1268 erstmals erwähnt. Sie war Maria geweiht und befand sich im Besitz des Klosters Kappel. Bis zur Reformation war die Kirche dann fest in den Händen des katholischen Klosters Rheinau. Trotz der Einführung des neuen Glaubens blieben bis 1836 Kirche und Pfarrhaus im Besitz des Klosters Rheinau. Ebenso wurden bis zu diesem Jahr die protestantischen Pfarrer vom Kloster Rheinau gewählt. Zürich hatte bei der Pfarrwahl nur ein Vorschlagsrecht. Das heutige Kirchenschiff stammt aus dem Jahre 1654. Der von Hans Rietmann auf Schloss Eigental im Jahr 1654 gestiftete Taufstein wird noch heute gebraucht. Im Jahr 1892 wurde der Giebelhelm des Turmes durch einen Spitzhelm ersetzt. Die heutige Form des Turmes stammt aus dem Jahre 1940.

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