Bauma liegt im Bezirk Pfäffikon, im voralpinen Teil des Tösstales an der Bahnlinie Winterthur-Rapperswil. Die Gemeinde Bauma ist ländlich und trotzdem zentral gelegen. Milchwirtschaft und Viehzucht prägten das Landschaftsbild dieser voralpinen Gegend. Die Gemeinde Bauma grenzt an die Nachbargemeinden Fischenthal, Sternenberg, Wila, Wildberg, Pfäffikon, Hittnau und Bäretswil. Sie hat eine Gesamtfläche von 2.091 Hektar, davon sind zirka 50 Prozent Wald. Bauma liegt auf 640 Metern ü.M, der höchste Punkt ist das Chli-Hörnli mit 1073 Metern.

Bauma präsentiert sich als ein fortschrittliches Gemeinwesen mit einer modernen Infrastruktur. Als Naherholungsgebiet bietet die Gemeinde den Regionen Zürcher Oberland, Winterthur und Zürich vielfältige Freizeitmöglichkeiten, Ruhe und Erholung in einem schönen Naturgebiet. Bauma ist aber auch ein bedeutender Gewerbe- und Industrieort mit mittleren und kleineren Betrieben. Die größten Arbeitgeber sind die Firma Wolfensberger AG, europäischer Branchenleader im Genauguss, die FBB-Unternehmungen (Kies-, Betonund Transportunternehmung) und das Pflegezentrum Bauma. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man Winterthur, Rapperswil, Wetzikon, Pfäffikon und Zürich innerhalb kurzer Zeit.

Kurzer Blick ins Geschichtsbuch
Mit dem Einzug der Alemannen ab dem achten Jahrhundert entstanden in dieser Gegend die ersten festen Ansiedlungen. Einen wesentlichen Anteil der Urbanisierung des wilden und unwegsamen Gebietes am tosenden Fluss (Töss) verdankt die Region dem Kloster St. Gallen, das gleichzeitig das Christentum in der Gegend einführte. Der Name entstand aus der Ortsbezeichnung Hof bei den Bäumen – Boumen – Baume – Bauma. Das Dorf Bauma als Zentrum der Gemeinde hat sich erst ab dem 17. Jahrhundert entwickelt. Bei der Gründung der Kirchgemeinde im Jahre 1651 bestand das Dorf erst aus vier Häusern. Erst mit dem Bau der reformierten Kirche erfolgte in Bauma 1651 eine Gemeindebildung. Die auf einem weiten Gebiet verstreuten rund 70 Siedlungen wurden damit zu einem vorerst der Kirche unterstellten Verwaltungsbereich. Von 1798 bis 1803 gehörte Bauma zum helvetischen Distrikt Fehraltorf, anschließend bis 1814 zum Mediationsbezirk Uster, bis 1831 zum Oberamt Kyburg und seither zum Bezirk Pfäffikon.

Sehenswürdigkeiten
Die Dampfbahn im Zürcher Oberland
Ein traumhaftes Erlebnis für jung und alt: eine Fahrt im gemütlichen Dampfbähnli durch romantische Gebiete im Zürcher Oberland. Die verschiedenen Stationen bieten sich als idealer Ausgangspunkt oder Ziel von Wanderungen an. Vor der Abfahrt oder bei der Ankunft in Bauma bietet jeweils eine kleine Festwirtschaft Imbisse und Erfrischungen an.

Burg Altlandenberg
Um das Jahr 1200 wurde auf einer aussichtsreichen Anhöhe über der Töss die Burg Altlandenberg erbaut. Aber bereits schon 1315 fielen die letzten Ritter von Altlandenberg, Rudolf und sein Sohn Pantaleon, auf der Seite der Habsburger in der Schlacht am Morgarten unter den Todesstreichen der Eidgenossen. Die Burg fiel hierauf als Erblehen an die Abtei St. Gallen zurück und kam 1549 an die Stadt Zürich. Die Burgruine wurde in den Jahren 1958/63 freigelegt. Sie liegt auf einem Bergvorsprung, rund 100 Höhenmeter über dem gleichnamigen Ortsteil von Bauma im Tösstal und ist leicht zu Fuß zu erreichen. Vom Dorfzentrum her die Unterführung westlich des Bahnhofs benutzen und dahinter den Fluss überqueren. Gleich am anderen Ufer beginnt der markierte Wanderweg hinauf zur Burg.

Handweberei Bauma
Die Genossenschaft Heimatwerk Züri Oberland, seit 1928 in Bauma verwurzelt, betreibt eine der letzten professionellen Handwebereien der Schweiz und engagiert sich für den Erhalt dieses für das Oberland und das Tösstal typischen Handwerks. Wer interessiert ist, den Weberinnen über die Schultern zu schauen, kann sich gerne einer Führung anschließen. Das Ladengeschäft im „Haus des Handwerks“ an der Bahnhofstraße bietet den richtigen Rahmen für den Verkauf der wertvollen handgewebten zeitgenössischen Textilien sowie der einzigartigen traditionellen Gewebe zu den Trachten des Kantons Zürich.

Hallenbad Bauma
656.000 Liter kristallklares Wasser erwartet die Gäste gleich welchen Alters. Familienfreundlich ist auch die Wassertemperatur von mindestens 29 Grad. Während der Winter-Warmbadetage, Freitag bis Sonntag, wird das Wasser mit „Lotharholz“ noch weiter erwärmt. Das „Baumer Halli“ ist ein Familienbad mit Sprungbucht, Kinderbecken mit Rutschbahn und Tarzanparcours.
Das Flarzhaus Freddi
In Undalen, Gemeinde Bauma, steht ein weitgehend erhaltenes Bohlenständer – Flarzhaus aus dem 16. Jahrhundert. Das Haus besitzt den letzten Lehmofen im Kanton Zürich und hat heute noch keinen Wasseranschluss. Der Wohnungsstandard entspricht der Zeit anfangs des 20. Jahrhunderts. Die letzte Bewohnerin, Rosa Freddi, arbeitete als Weberin in einer Fabrik und verstarb 1978 mit 93 Jahren. Seither steht dieser Hausteil unter Denkmalschutz und dient heute als Wohnmuseum. Das Haus kann nach Voranmeldung in kleinen Gruppen besichtigt werden. Liebevoll mit den Originalgegenständen von Frau Freddi eingerichtet, hat das Haus immer noch die Atmosphäre der Arbeiterzeit.

Wandern
Ein Muss für Wanderer sind die Guyer- Zeller-Wege. Adolf Guyer-Zeller ließ in den Jahren 1890 bis 1900 insgesamt sieben Wege nach seinen Ideen bauen. Die Guyer-Zeller Wanderkarte ist bei der Gemeinderatskanzlei Bauma, Telefon +41 (0)52/397 10 10, erhältlich. Sie wird auf Wunsch auch zugeschickt.
Industrielehrpfad Zürcher Oberland
Rund 30 Kilometer Wanderwege, als solche gekennzeichnet mit dem gelben WW-Signet „Industrielehrpfad“, verbinden 50 technik- und industriegeschichtliche Sehenswürdigkeiten vom Greifensee zum Tösstal. Der Industrielehrpfad kann individuell besucht werden; an den einzelnen Objekten weisen Schautafeln auf die wichtigsten Daten hin; Führungen auf einzelnen Abschnitten und bei einzelnen Objekten vermitteln darüber hinaus sowohl eine Menge von Details über technische Errungenschaften als auch Aufschluss über Lebensgewohnheiten und wirtschaftliche Situation der damaligen Bevölkerung. Infos unter: www.trzo.ch und www.industrielehrpfad-zo.ch

Gemeindeverwaltung Bauma
Dorfstraße 41, CH-8494 Bauma
Telefon +41 (0)52 397 10 10
Fax +41 (0)52 / 397 10 11
info@bauma.ch
www.toesstal.ch


